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November 7, 2025 26 mins

Wien steht auch 2026 trotz Herausforderungen im Haushalt für leistbares Wohnen und soziale Sicherheit. Im Interview mit Bernhard Ichner spricht Finanzstadträtin Barbara Novak über Konsolidierung mit Verantwortung, wie die Stadt weiter in Mobilität, Digitalisierung und zukunftsweisende Technologien investieren will und den wirtschaftlichen Impuls durch den Eurovision Song Contest 2026.

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Episode Transcript

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(00:12):
-Herzlich Willkommen beieinem neuen Podcast
der Stadt Wien.
Im Mittelpunkt dieser Folgesteht das Budget
der Stadt und damit die Frage,wie Wien in herausfordernden
Zeiten verantwortungsvollwirtschaftet und zugleich
in zentrale Zukunftsbereicheinvestiert.
Es geht um Stabilität,sozialen Zusammenhalt und die
Weiterentwicklung unserer Stadt.

(00:34):
Durch den Podcastführt Bernhard Ichner.
-Herzlich Willkommen zumPodcast der Stadt Wien.
Heute geht es ums Geld.
Vor kurzem wurden dieBudgetschwerpunkte für
den Haushaltsplan2026 vorgestellt.
Das Konsolidierungsvolumenbeträgt rund zwei
Milliarden Euro.
Konsolidierungmit Verantwortung,
lautet die Devise.
Darüber sprechen wir heutemit Finanzstadträtin

(00:56):
Barbara Novak.
Herzlich Willkommen.
-Herzlichen Dankfür die Einladung.
-Frau Stadträtin,Sie haben Ihr Amt in einer
recht spannendenPhase übernommen.
Was hat Sie dennan dieser Aufgabe besonders
gereizt und wie haben Sie jetztdie ersten paar Monate erlebt?
-Ja, tatsächlich habeich mich sehr gefreut,
als mein Bürgermeister Dr.

(01:17):
Michael Ludwig mich gefragthat, ob ich dieses sehr,
sehr verantwortungsvolle,aber vor allem auch sehr
spannende Ressortübernehmen darf. Und ich freue
mich, dass ich das machen kann,denn es ist natürlich
einerseits die Finanzen jenerBereich, der tatsächlich
ja auch mit allen anderenPolitikbereichen
dann korrespondiert.

(01:37):
Und ich finde,es ist auch sehr schön,
dass eine Fraudieses Ressort verantwortet.
Dass man auch zeigen kann,dass Frauen ein
Fingerspitzengefühl habenfür wirtschaftspolitische
Angelegenheiten, für Fragen,wie Haushalte auch
gut konsolidiertund geführt werden können.
Und schlussendlich liegt beimir auch die Digitalisierung.

(02:00):
Und auch der digitaleBereich ist meistens ein sehr
männerlastiger Bereich.
Und dass ich das auch alsPolitikerin mitverantworten
darf, das war eine sehrreizvolle Aufgabe,
der ich mich jetzt sehr,sehr gerne stelle.
-Und wie ist es so,wenn man mit so einem
Riesenbrocken wie so einemKonsolidierungsvolumen
beginnen muss? Wie haben Siediese Anfangszeit

(02:20):
jetzt erlebt? -Tatsächlichversucht man einmal,
Struktur hineinzubekommen.
Und das ist uns,glaube ich, sehr,
sehr schnell gelungen.
Mit uns meine ichmir und meinem Team.
Wir haben ja alle gemeinsamneu begonnen.
Und der Finanzdirektor derStadt Wien, der Mag.
Maschek, ist ein großartigerExperte, der uns da in den

(02:41):
ersten Wochen auch vielOrientierung gegeben hat
im Haushalt der Stadt Wien.
Jetzt bin ich schon25 Jahre im Haus tätig,
war 24,5 Jahre Gemeinderätinund Landtagsabgeordnete,
lange Zeit auchim Finanzausschuss.
Also es war mir schon auch klar,was da auf uns zukommen wird,
wenn auch die Größenordnungsich erst auch gemeinsam mit

(03:04):
der Wirtschaftsentwicklungund vor allem der Entwicklung
der Ertragsanteile,die nicht so sind,
wie sie mal prognostiziertwaren, die Größenordnung dann
erst herauskristallisiert hat.
Und wenn man mal Orientierunghat und weiß auch,
welche politischenSchwerpunkte man gemeinsam
mit den Kollegensetzen möchte, dann findet man

(03:25):
auch recht schnell einen Weg,der am Ende aber
immer ein Balanceakt istzwischen der Finanzierung
einerseits der Stadt undandererseits natürlich die
Grundsäulen der Stadt Wienin vielen Themenbereichen
auch weiterzuführen.
-Ja, also ganzwichtiges Stichwort.
Sie sagen immer wieder,dass Wien auch in schwierigen
Phasen eine Stadt bleiben muss,die niemanden zurücklässt.

(03:50):
-Richtig. -Was bedeutetdieser Anspruch denn konkret
für Ihre Arbeitals Finanzstadträtin?
-Na, das heißt ganz konkret,dass wir gemeinsam
mit zum Beispiel dem Ressortder Frau Vizebürgermeisterin
Katrin Gahl festgelegt haben,dass geförderter Wohnbau
in Wien auch weiterhin einengroßen Stellenwert hat,
dass die Leistbarkeit desLebens und des Wohnens nicht

(04:13):
nur eine gute Traditionin Wien hat, sondern auch
wirtschaftspolitischnotwendig ist.
Denn wenn wir sehen,dass wir eine wachsende Stadt
sind, wenn wir sehen,dass wir auch Arbeitskräfte
in der Zukunft brauchen,dann müssen wir
diesen Menschen auchleistbaren Wohnraum zur
Verfügung stellen.
Und daher wird auch weiterhinim Wohnen
ein Schwerpunkt liegen.

(04:34):
Wir werden dieWohnbauförderungsabgabe
ja auch erhöhen,um zweckgewidmet in den
Wohnbau und in dieStadtentwicklungsgebiete
zu finanzieren undzu investieren.
Und dazu gehörtHand in Hand dann natürlich
auch das Bildungsthema,weil jedes
Stadtentwicklungsgebietbraucht nicht nur Wohnraum,
sondern auch Infrastrukturim Bildungsbereich,

(04:54):
Schulen, Kindergärten.
Und das ist auchder zweite große Schwerpunkt,
der sicherstellt,dass wir in die Zukunft
unserer Kinder investieren.
Gratis Kindergarten,gratis Ganztagesschule,
gratis Mittagessen ist auchim Budget 26 gesichert.
Und das war auch unseremBürgermeister ganz
besonders wichtig.

(05:15):
-Also diese PhraseWohlstand sichern,
sozialen Zusammenhaltstärken, das ist nicht nur ein
Lippenbekenntnis,sondern das wird auch mit ganz
konkretenMaßnahmen angeschrieben.
-Ja, ganz konkret.
Das zeigt sich im ganzensozialpolitischen Bereich.
Die Wohnbeihilfe und dieMietzinsbeihilfe bleiben zwei
ganz wichtige Instrumente,um auch den sozialen
Zusammenhalt und die sozialeAusgeglichenheit

(05:39):
einfach zu stärken.
Es gibt ja auch ein ganzklares Bekenntnis der Stadt
und unseres Sozialstadtrateszur bedarfsorientierten
Mindestsicherungals letztes soziales Netz.
Also die wird auchweitergeführt, wenn auch
wir dort neue Berechnungenanstellen und dadurch dort

(06:00):
Kürzungen vornehmen.
Im Grunde nach wird es auchweiterhin wenn es für all
jene geben, die es brauchen.
-Nichtsdestotrotz,das neue Budget steht
im Zeichen der Konsolidierung.
Und im selben Atemzugsagen Sie, Sie wollen
Investitionenin Zukunftsbereiche sichern.
Können Sie das bitte fürdie Zuhörer*innen einmal ein

(06:21):
bisschen konkretisieren?
Was sind denn das für diesewichtigsten Zukunftsbereiche?
Und wie gelingt es,diese Balance zu halten?
-Also Sie sagen vollkommenrecht, konsolidieren.
Zwei Milliardensind konsolidiert worden.
Das heißt, irgendwo mussja auch eingespart worden sein.
Und das stimmt auch.
Wir verzichten,wenn man so will,
ganz stark auf Ausbau,auf Leistungserweiterungen.

(06:45):
Es hätte natürlich vieleWünsche gegeben,
im Mehrbedarf hieretwas zu machen. Wir glauben,
dass wir in der Struktur alledurchaus Maßnahmen finden,
um zu konsolidieren.
Wir haben daher in den großenFörderbereichen
Abstriche gemacht.
Einerseits beiden Betriebskostenförderungen,
bei den Wiener Linienoder im Wigev, beim FSW.

(07:08):
Aber auch in dereinen oder anderen
Infrastrukturförderung.
Und wir haben unsdazu entschieden,
dass wir große Projekte,wo die Stadt große
Stärken hat, in derWirtschaftspolitik,
in der Standortpolitik,dass wir die aber weiterführen.
Und diese Schwerpunkte,ich sage immer Stärken

(07:29):
stärken, um hierfokussiert zu bleiben,
die sehen wir natürlicheinerseits im Tourismus,
insbesondere im Messe-und Kongresstourismus.
Die sehen wir ganz,ganz stark im Bereich
Biotech, Life Science.
Also da hat sich einfachauch ein Industriestandort
Wien entwickelt,der wirklich beachtenswert ist.

(07:50):
Und wo die Wienerinnen undWiener durchaus ein bisschen
mehr stolz daraufsein könnten, weil
wir da internationalmitspielen. Das liegt
vor allem daran, dass wir guteForschungskooperationen haben.
Dass Wien einfacheine Universitätsstadt ist.
Und daher so eineZusammenarbeit zwischen
Industrie und Forschungeigentlich ganz wichtig ist.

(08:12):
Und schlussendlich habenwir in der Digitalisierung
viel schon vorzuweisen,im ganzen IT-Bereich.
Auch da brauchen wir unsgar nicht zu verstecken.
Und wenn man diese Stärkenauch in Zukunft ausbaut,
glaube ich, könnenwir weiterhin unseren
Beitrag leisten. Wien istja das einzige Bundesland,
das drei Jahre langin Folge auch ein
Und Wirtschaftswachstumaufzuweisen hat.

(08:32):
Wenn auch ein kleines,aber immerhin,
es ist ein Plus davor.
-Wien ist ja, wenn maninternationalen Bewertungen,
Umfragen glauben darf,die lebenswerteste
Stadt der Welt. -Unbedingt.
-Und neuesten Erkenntnissenzufolge, glaube ich,
auch die freundlichste.
-Das habe ich nochgar nicht mitgekriegt.
-Ja, wird behauptet.

(08:52):
Jedenfalls ist es dielebenswerteste Stadt der Welt.
Da gehört schon viel dazu.
Wo investieren Siedenn gerade jetzt?
Um das langfristigabzusichern, dass
es lebenswert undzukunftsfähig bleibt.
-Na, lebenswert istes vor allem, weil wir,
und ich habe vorher schondie Wohnbaupolitik auch
angesprochen, wir habenes immer in Wien geschafft,

(09:15):
durch die Daseinsvorsorgeund darauf zu achten,
dass Wien in allen Grätzeln,in allen Gebieten gleich
gut prosperierend ist,gleich gut aufgestellt ist.
Wir haben keine schlechtenund guten Wohnbezirke.
Natürlich, jeder hat, alsowenn man die Wiener fragt,
die wohnen immer dort,wo sie gerade wohnen

(09:35):
am allerliebsten. Und haben,wenn man so will,
ein bisschen einenGrätzl-Patriotismus
entwickelt. Jeder aber fürseinen Grätzl und
für seinen Bezirk.
Und das ist auch gut so,weil das heißt, die Wiener
wohnen gerne in ihrem Grätzl.
Und das macht, glaube ich,einen Teil der
Lebensqualität aus.
Und dann haben wir einfachin allen Bereichen der Ver-
und Entsorgung dieserStadt eine ganz hohe Qualität.

(09:58):
Wir haben einen sehr,sehr schönen Grünraum.
Wir haben, wirsind immerhin eine Stadt,
die auch Landwirtschaftsgebietein der Stadt haben. Ich komme
ja selber aus Döbling.
Ich kann sagen, derWeinbau ist in meinem Bezirk,
der gehört einfachzum Alltag dazu.
Wir sind GurkenhauptstadtEuropas, produzieren also

(10:20):
auch mit unserenGemüsebauern Großartiges.
Das ist ein guter Mix.
Also es ist eine Stadt,die sowohl wirtschaftlich,
sich entwickeln kann,schönen Lebensraum bietet,
eine saubere, großartigeUmwelt und auch
Landwirtschaft etc.
vorkommen lässt.
Und das alles gepackt mit vielTradition, viel

(10:41):
Historie, viel Kultur.
Also sehr, sehr lebenswerteinfach, einzigartig.
-Kultur nicht zu vergessen.
-Kultur natürlich.
-Aber wo sind jetztso quasi jetzt konkret,
können Sie dreiInvestitionsschwerpunkte
aufzählen? Wo Sie sagen,da müssen wir jetzt anziehen,
damit das so bleibt?

(11:03):
-Investitionen? Ja.
In den Standort grundsätzlich.
Also wir habenMobilitätsinvestitionen,
die für uns ganz wichtig sind.
Das betrifft zum Beispielden Fernbus-Terminal, wo wir,
glaube ich, dringend einegute neue qualitative
Infrastruktur brauchen fürdiesen Mobilitätssektor.
Wir werden aberweiterhin auch in
Stadtentwicklungsgebietenatürlich investieren.

(11:24):
Die Seestadt Aspern istja nur zum Teil
schon entwickelt.
Der andere Teil hängt jetztauch von der
Verkehrsinfrastruktur ab.
Da bin ich dem HerrnMinister Hanke sehr dankbar,
dass er jetzt auchklargelegt hat,
dass in der Nordostumfahrungwas weitergeht.
Damit kann auch dieSeestadt sich weiterentwickeln
und wachsen. Und dann wollenwir natürlich in neue

(11:46):
Technologien immerstärker investieren,
in die Quantenforschung,in die Quantentechnologie und
in dieRechenzentrumsinfrastruktur,
wie zum Beispielder Gigafactory.
-Jetzt liest man in der Zeitung,man habe sich auf ein Budget
geeinigt oder auf einenHaushaltsplan geeinigt.
Aber wie läuft denn daseigentlich hinter

(12:07):
den Kulissen ab?
Wie funktioniertso ein Budgetprozess?
Wer redet damit undwie werden da gemeinsame
Prioritäten festgelegt?
-In der Vergangenheit,glaube ich, war es noch
relativ einfach.
Man hat das Budget vom Vorjahrgenommen, hat die
inflationsbedingtenMehrkosten berechnet.
Also einerseits durchBetriebskosten und

(12:27):
andererseits durchzuverschämliche
Personalabschlüsse.
Und vielleicht auch nochLeistungserweiterungen durch
mehr Zielgruppen oder Kundinnen.
Und dann noch ein bisschenwas obendrauf gegeben
im jeweiligen Ressort fürvielleicht neue Projekte.
Das ist diesmal ganzanders gewesen,

(12:48):
weil es eben darumgegangen ist, eben nicht das
Budget vom letzten Jahrweiterzuführen und dann
noch was obendrauf zu geben,sondern das Budget
vom Vorjahr nehmenund ein bisschen
was weniger zu machen.
Also daher kommt auch dasgroße Delta von
zwei Milliarden. Und das heißtdann ganz, ganz viel zu reden
und Überzeugungsarbeitmit den Kolleginnen
und Kollegen zu leisten,die mal eine grundsätzliche

(13:10):
Zielzahl aus derFinanzabteilung kommuniziert
bekommen haben und dannVorschläge erarbeiten,
wie sie glauben, dass siedas Budgetziel erreichen.
Und dann trifft man sich einpaar Mal, bei den einen
ein-, zweimal.
Bei den anderen zehn oder öfter.
Und versucht eben einen Wegzu finden und dieses

(13:31):
Paket zu schnüren.
Und gemeinsam erarbeitet mandas und das dauert
halt seine Zeit.
Und bei uns hates insofern auch diesmal
ein bisschen länger gedauert,weil wir drei ganz wichtige
Parameter nicht zurVerfügung hatten.
Nämlich einerseits die Frage,wie viele Ertragsanteile
wird uns der Bundauch zusprechen. Das hat ein
klein wenig gedauert, bisda eine Prognose gekommen ist.

(13:54):
Zweitens die ganze Frageder Finanzierungskosten,
auch unseres Budgets,die auch nicht klar waren.
Und wir haben daraufgewartet, wie der
Lohnabschluss im öffentlichenDienst erneuerlich ausschaut.
Weil das ist bei100.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, diebetroffen sind,
natürlich schon sehrrelevant für ein Budget.

(14:14):
-Frau Stadträtin, Sie habenes vorher angesprochen.
Sie sind auch unteranderem für die IT der Stadt
verantwortlich, zuständig.
Welche Chancen sehen Sie denndurch Digitalisierung und die
Modernisierung von Prozessen denWienerinnen und Wienern
bessere Services zu bieten?
-In der Digitalisierungliegen viele Chancen.

(14:38):
Und daran mussman auch weiter arbeiten.
Wir haben ja in Wienschon im digitalen Bereich,
in der Kommunikation,vor allem auch in der
Digitalisierungvon Behörden wegen, sehr,
sehr viel in derVergangenheit erreicht.
Wir haben auch viele Preisegewonnen in dem Zusammenhang.
Alles, was mitE-Government zu tun hat,
da ist Wien garnicht wegzudenken.

(15:00):
Und da machen die Kolleginnenund Kollegen auch schon seit
Jahren eine sehr,sehr gute Arbeit. Das heißt,
vieles kann schonin der Stadt auch digital
erledigt sein.
Wir benutzen ja da auch dieID Austria und haben da eigene
Servicestelle im Rathaus.
Also da sieht man einfach,das ist für uns eigentlich
schon ein bisschen Alltagund gar nicht mehr so besonders.

(15:23):
Und jetzt arbeitet manintensiv daran,
Prozesse in der Verwaltung,Abläufe, immer wiederkehrende
Prozesse vor allem auchstärker zu digitalisieren.
Das kann auch ein guterBeitrag zur Konsolidierung
des Stadtbudgets sein.
Und auf der anderen Seiteauch schon die neuen
Technologien wieKI besser einzusetzen,

(15:45):
um auch unserenMitarbeiterinnen und
Mitarbeitern ein bisschenmehr Spielraum zu geben,
wenn man so will,Verwaltungstätigkeiten,
einfach schneller auch mitUnterstützung der
IT zu erledigen und dafürmehr Zeit vielleicht für
kreative Prozessezu haben oder auch im Gespräch
mit den Kundinnen und Kunden,mit den Wienerinnen

(16:05):
und Wienern. -Die Stadt ist,Sie haben es auch bereits
thematisiert, Sie habengesagt 100.000 Menschen,
die da alleine in derVerwaltung betroffen sind.
Die Stadt Wien ist eineder größten Arbeitgeberinnen
Österreichs.
Welche Rolle spielt sie dennin dieser Funktion?
-Die Stadt Wien tatsächlicheine sehr große Arbeitgeberin.

(16:28):
Wir organisieren ja unddarauf sind wir wahnsinnig
stolz, dass wirwie viele andere Städte in den
90er Jahren nichtdiesen Weg gegangen sind.
Wir organisierenwirklich die Daseinsvorsorge.
Es ist alles im öffentlichenBereich geblieben,
sei das die Mobilität, dieWiener Linien zum Beispiel,

(16:48):
dass einem andereStädte anders organisiert
und müssen jetzt mühsamwieder ihre Dienstleistungen
zurückkaufen.
Auch die Wasserversorgung,die Abwasserversorgung,
der ganze Bildungsbereich,Gesundheitsbereich.
Also die allermeisten unsererKolleginnen und Kollegen
arbeiten wirklich für dieMenschen in dieser Stadt,
an den Menschen auch zum Teil,vor allem

(17:11):
im Gesundheitsbereich undorganisieren das
Leben dieser Stadt. Und dasist schon sehr beeindruckend.
Und das machen sie in einerganz hohen Qualität.
Und der viel kleinere Teil istwirklich Verwaltung.
Also die Beamten,wie man früher schon
gesagt hat, gibt es ja auchnicht mehr wirklich viele.

(17:31):
Und daher ist es auchwichtig, in die Zukunft
zu blicken und zu schauen,wie ist das jetzt,
wenn die Babyboomer allein Pension gehen.
Und das gehen ja in dennächsten Jahren viele
in Pension, um da fürNachwuchs zu sorgen.
Und deshalb sindwir auch im Recruiting,
in der Offensive,in der Bewerbung,
neue Mitarbeiterinnen undMitarbeiter bei der
Stadt auch aufzunehmen,ganz, ganz offensiv dabei.

(17:54):
Und wir sind vor allem,und das freut mich auch,
wir sind auch dergrößte Lehrlingsausbildner.
Gemeinsam mit unserenUnternehmungen bieten wir
unzählige an Berufen aus,wenn man dann nur denkt an die
Verwaltungsberufe, aber auchdann technische Berufe,
Elektrotechnik, Maschinenbau,die ganzen Gärtnerinnen
und Gärtner, bishin zu Lebensmitteltechnik,

(18:18):
zum Beispiel beim Marktamtoder in der Versuchsanstalt.
Also es gibt unfassbar vieleunterschiedliche Lehrberufe,
die wir ausbilden.
-Ich glaube, momentanaktuell 20 verschiedene
Berufe oder sowas.
Und wir sind nicht nur einLehrlingsausbildnerbetrieb,
sondern auch einimmer wieder preisgekrönter.
-Unbedingt preisgekrönt.
Wir haben uns da auchviel überlegt.

(18:39):
Auch neue Stufen vomLehrlingsmanagement.
Wie man ankommt bei der Stadt,wenn man so einen
Grundkurs macht.
Dann auch gut dieStadt kennenlernt.
Also ich glaube,wir bieten auch unseren
Lehrlingen sehr viel.
Wir gewinnen auch sehrviele Wettbewerbe
bei den einzelnenLehrlingswettbewerben.
Ich glaube, darauf kannman auch sehr stolz sein.

(19:01):
Und hoffen natürlich,dass dann nach Abschluss die
Jungen auch bei uns bleibenund in der Stadt weiterarbeiten.
-Also quasi dasganze Berufsleben an der
Stadt Wien arbeiten.
-Das wäre natürlich großartig.
-Ein anderer Aspekt,auf den wir stolz sein können,
ist, dass der EurovisionSong Contest nächstes

(19:24):
Jahr in Wien stattfinden soll.
Welche Chancen sehen Siedenn durch solche
Großveranstaltungenfür die Stadt?
Also jetzt sowohl wasdas internationale Renommee
angeht, aber auch was diewirtschaftlichen Aspekte hier
vor Ort angeht.
-Ja, wir sind wieder und könnenuns daher nochmal beweisen,

(19:44):
Host City des EurovisionSong Contest, des größten
Musikfestivals,wenn man so möchte,
oder Musikwettbewerbes.
Und ich glaube,die Wienerinnen und Wiener
freuen sich großteilsschon sehr darauf.
Ich kann mich erinnern,vor zehn Jahren war das
wirklich eine große Bewegung,auch durch alle
Magistratsabteilungen und alleBereiche der Stadt.
Da hat sich jeder auchirgendwas überlegt, zum Teil

(20:06):
ganz kreative Ideen gehabt,welchen Beitrag man auch
in der Kommunikation undDarstellung des Ich glaube,
das wird auch diesmalwieder so sein.
Also ich höre schon,dass fleißig daran
getüftelt wird,welchen Beitrag man auch als
Stadt Wien hier leisten kann.
Und ja, wir werdeneinfach durch die

(20:28):
Social-Media-Kommunikation,durch die Übertragung,
durch das Fernsehen,eigentlich in der ganzen Welt
gesehen werden.
Und die Bilder der Stadt,aber auch unserer
anderen Bundesländer.
Also man darf nichtvergessen, es ist natürlich
ein Österreich-Gewinn.
Die werden wir schongut mitnehmen.
Aber natürlich wird dieStadt Wien im Mittelpunkt
stehen und die Bilder werdendurch die ganze Welt gehen.

(20:51):
Und das sehen wir,dass wir auch beim letzten
Mal einen großen Effektim Tourismus hatten,
dass dann durchaus vielezu uns gekommen sind.
Das hat dann auch zwei,drei Jahre angehalten,
diese Welle. Und das erwartenwir uns diesmal auch.
Wir werden allerdings eineWertschöpfungsstudie dann
auch parallel laufen lassen,um uns das auch

(21:12):
gut durchzurechnen,was dann wirklich
an Wertschöpfungauch zurückkommt.
Weil in solchen schwerenbudgetären Zeiten sind
das natürlich auch Mittel,die hier aufgebracht
werden müssen für den ESC,die man dann auch bitte wieder
zurückverdienen möchte.
Weil das ist natürlich auchfür das Budget ganz wichtig.

(21:32):
-Bedeutet aber jetztnicht nur, nur unter
Anführungszeichen natürlich,Einnahmen für Hotellerie,
für Gastronomie und so weiter.
Bedeutet das auch zumBeispiel konkrete Jobs vor Ort?
-Ja, natürlich.
Während der Produktion undwährend des Austragens
des ESC kommen vieleMenschen mehr in Beschäftigung.
Das ist überhaupt keine Frage.

(21:53):
Wir haben ja eine sehrlebendige auch Szene
im Eventmarketingund in der PR. Und da,
glaube ich, leisten wiruns auch schon die ersten
großen Vorarbeiten.
Ich hoffe, wir werden,ich bin überzeugt,
wir werden wiedereine großartige
Bühne auch haben.
Die Stadthalleist ja der Austragungsort.
Da wird jetzt auchfleißig investiert in neue

(22:15):
Klimaanlagen und in die Technik.
Und das wird jetzt noch malrecht schnell auch
hergerichtet, damit wir dannfür den ESC wirklich pipifein
herausgeputzt sind.
Also da geht jetzt auchschon einiges ins Investment.
-Also die Vorbereitungenlaufen auf Hochtouren.

(22:36):
Ein anderes Thema würde ichauch noch gerne ansprechen.
Das Thema Klima.
Wien hat sich ja zumZiel gesetzt, bis 2040
klimaneutral zu sein.
Und an diesem Ziel möchte manungeachtet dieses
Konsolidierungsbedarfsfesthalten.
Wie stellen Sie denn sicher,dass die Klimapolitik
weiterhin finanziellabgesichert bleibt?

(22:59):
-Na, das ist ganz einfach.
Dafür hat der Wiener Landtagein Gesetz beschlossen,
nämlich dasWiener Klimagesetz. Und das
stellt sicher, dass die Ziele,die man sich gesetzt hat,
auch in den einzelnenWirkungsbereichen eingehalten
werden und dassdie dazugehörigen
Budgetmittel dann auch zurVerfügung stehen müssen.
Und über all dem wacht unserKlimastadtrat,

(23:21):
Jürgen Czernohorszky,mit achtsamen und
sehr entschlossenen Augen undwird das, glaube ich,
auch in den nächsten Jahrenimmer wieder einmahnen.
Und ich denke,wir haben eine sehr,
sehr gute Ausgangssituation.
Wien hat. auch dieInstrumente eben in der
Hand mit der Energieversorgung,der Ver- und Entsorgung.

(23:41):
Wenn man diese Unternehmenauch selbst besitzt,
kann man da natürlich auchviel investieren und schauen,
dass man da sehrschnell weiterkriegt.
Wir sind in einerSolarstromoffensive unserem
Ziel jetzt schon so weitvoraus, dass ich mir sicher bin,
dass da auch alleZielsetzungen gut
erreichbar sind.
Mobilität ist natürlich eingroßes Thema und raus aus Gas

(24:02):
in den Wohnungen. Und da,glaube ich, gibt es aber vor
allem noch einegroße Hürde zu nehmen und
die liegt in derBundesgesetzgebung.
Wir brauchen auch diegesetzlichen
Rahmenbedingungen imErneuerbaren-Wärme-Gesetz,
dass wir dort einfach aucheine Möglichkeit haben,
diese Umstellungzu beschleunigen.

(24:24):
Weil natürlich,solange eine reine
Freiwilligkeit besteht,ist ein 100-Prozent-Ziel
schwer erreichbar.
Da brauchen wir ein bisschenmehr Druck und das wünschen
wir uns eben auchseitens des Bundes,
dass er uns gesetzlicheRahmenbedingungen gibt,
damit wir unsereZiele auch erreichen können.

(24:47):
-Zum Abschluss würde ichgerne noch ein bisschen in die
Zukunft gehen.
Woran würden Siedenn gern gemessen werden,
wenn Sie in einpaar Jahren zurückblicken?
-Naja, einerseits,dass man wirklich sagt,
es ist uns geglücktund es ist mir geglückt,
diese Balance auchweiterhin aufrechtzuerhalten,

(25:08):
einen gesunden,einen nachhaltigen Haushalt
zu schaffen, alsoein konsolidiertes Budget,
das aber so Schritt fürSchritt konsolidiert wurde,
dass gleichzeitig diegroßen Errungenschaften der
Stadt Wien weitergeführtwerden konnten,
in den auch vorhin von mirgenannten Bereichen, dass,

(25:30):
wenn man so will,der Wiener Weg auch weiterhin
erkennbar ist und dass Wienweiterhin so eine lebenswerte,
prosperierende Stadt ist.
Und das ist ein Balanceakt,den ich aber sehr,
sehr gerne gehe und wenn manin ein paar Jahren sagt,
das ist der Barbara Novakgeglückt, das hat
sie geschafft, dannwürde ich mich sehr freuen.

(25:54):
-Dann wünschen wir alles Gute.
Vielen Dank fürdas Gespräch, Frau Stadträtin.
-Vielen herzlichen Dankfür die Einladung.
-Zu Gast bei BernhardIchner war Finanzstadträtin
Barbara Novak.
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