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October 20, 2025 32 mins

Im Gesundheitsdiensttag-Podcast kommen Expert*innen ungefiltert zu Wort. Ziel ist es, komplexe Gesundheitsthemen auf direktem Weg an interessierte Wiener*innen zu vermitteln.

School Nurses leisten täglich einen wichtigen Beitrag bei der Gesundheitsversorgung von Schülerinnen und Schülern. Doch was genau ist deren Aufgabe und wie entlasten sie unser Gesundheitssystem? In unserer neuen Folge begrüßt unsere Moderatorin Sonja Vicht Umweltmediziner Prof. Hans-Peter Hutter und Projektleiterin Mag.a Karin Klenk vom Gesundheitsdienst, die spannende Einblicke in das Erfolgsprojekt School Nurse geben.

Jetzt reinhören, einfach zugehört und aufgeklärt.

Gesundheitsvorsorgezentrum des Gesundheitsdienstes: https://www.wien.gv.at/gesundheit/beratung-vorsorge/gesundenuntersuchung/stellen.html

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Transcript

Episode Transcript

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(00:12):
-Gesundheitsdienstag.
Zugehört. Aufgeklärt.
Herzlich willkommen zumdritten Podcast des
Gesundheitsdienstesder Stadt Wien.
Mein Name ist Sonja Vichtund es freut mich,
dass Sie zuhören.
Bei mir heute zu GastUmweltmediziner Prof.
Dr. Hans-Peter Hutter vonder MedUni Wien.
-Hallo und danke gleicheinmal für die Einladung.

(00:33):
-Sehr gerne. Meinzweiter Gast, meine Kollegin,
Frau Obermagistratsrätin Mag.
Karin Klenk, Leiterin vomFachbereich Aufsicht und
Qualitätssicherungbeim Gesundheitsdienst.
-Hallo.
-Danke für euer Kommen.
Schön, dass ihr beide da seid.
Das heutige ThemaSchool Nurse, ein
Erfolgsprojekt der Stadt Wienund Vorreiter in Österreich.

(00:56):
Bleiben Sie dran.
Wir klären auf. Zugehört.
Aufgeklärt. Der Podcast desGesundheitsdienstes
der Stadt Wien.
Hallo nochmal an euch beide.

(01:17):
Zuerst, wie üblich,möchte ich meine Gäste ganz
kurz vorstellen. Zuerstzu dir, lieber Hans-Peter.
Du bist in Wien geborenund aufgewachsen
in der Leopoldstadt.
Nach dem Gymnasium hastdu dann das Studium an der
Universität für Bodenkulturabgeschlossen und an der
Universität Wien auch Medizin.
Um die Sendung nichtzu überziehen,
lasse ich ein paarAusbildungen und ein

(01:38):
paar Jahre aus.
Du bist 2011 Leiter derForschungseinheit Child
Public Health geworden,bist seit 2015 auch
noch Oberarzt.
Und der Leiter der Abteilungfür Umwelthygiene und
Umweltmedizin des Zentrums fürPublic Health der Medizinischen
Universität Wien.
Während dem Studium habeich etwas Interessantes gelesen.
Nicht nur, dass du,wie auch heute,

(01:58):
sichtbar in einemVans-Shop in Santa Monica,
Ecke Broadway,als Schuhverkäufer
gearbeitet hast. Du hast auchnoch im damaligen Theater,
das es jetzt nicht mehr gibt,das Ensemble Theater
am Petersplatz, an der Kasse undals Kartenabreißer
gearbeitet. Und hattest einmaldie große Ehre. Auch als
Komparse auf der Bühne zu sein.

(02:18):
-Also sehr gut recherchiertund diese einmalige
Bühnenerfahrung und das Sehen,wie es Schauspielerinnen
und Schauspielern geht,da habe ich dann gewusst,
es ist nichtwirklich was für mich.
Aber ich liebe dasSprechtheater und ich war
wirklich 25 Jahre dort,administrativ tätig.
So schaut es aus.
-Eine sehr interessanteRecherche war auch noch dieser

(02:39):
Spleen von dir,alles aufzuschreiben.
Im Jahre 21 warenes an die 60 Notizbücher,
werden mittlerweile mehr sein?
-Ja Es sind über 70.
-Wahnsinn. -Ja,Notizbücher habe ich,
200 Seiten und dasist irgendwie ein Spleen.
Aber wenn man einmal damitanfängt, bleibt man dabei.
Es ist angenehm undes ermöglicht einem ein
bisschen, den Tag oder dieWoche irgendwie noch einmal

(03:02):
zu erleben und zu überlegen,was da wichtig war oder
nicht wichtig war. Man kannsich ärgern auf Blatt Papier.
Es ist wirklicheine tolle Sache.
Kann ich nur empfehlen.
-Und man kann alles beweisen.
-Ja, das ist ein...
Also ich glaube,beweisen ist gut. Ja.
Meine Schrift kannkaum jemand lesen.
Es ist eher ein bisscheneine Zeit für sich selber
zu haben, kurz innehalten undein paar Dinge halt

(03:23):
noch einmal Revuepassieren zu lassen.
-Der breiten Öffentlichkeitbist du natürlich aus
Pandemiezeiten als derPublic-Health-Experte bekannt.
Natürlich im, wie könntees anders sein, Hawaii-Hemd,
das ja tatsächlich schonseit einigen Jahren auch dein
Markenzeichen ist. Und in derPandemie habe ich gelesen,
es erinnert dichan Sand und Meer.
-Das ist richtig.
Es sind auch lauter Souvenire.

(03:44):
Es ist ja nichtaufgesetzt oder irgendwie so,
sondern ich habedas immer gemacht.
Ich habe das seitAnfang an eigentlich,
wenn ich irgendwo war,habe ich ein T-Shirt
getauscht mit den Freundenund Bekannten dort vor Ort.
Und dann sind es haltHemden geworden.
Und ich habe es haltgesammelt und habe
es halt angezogen.
Nur während der Pandemie,wenn dann immer
irgendwer Fragen gestellt hat,habe ich mich halt nicht
mehr umgezogen, sondern dann istdas Hemd halt geblieben.

(04:05):
Und das ist haltdann irgendwie ein Eigenläufer
geworden, unbeabsichtigt,aber so ist es halt.
-Und der Wiedererkennungswertist nicht nur deswegen.
Scheinbar ja.
Genau. Nicht offensichtlich.
Und das Skateboard natürlich.
-Ja, na gut, das ist haltmein zweites oder erstes Leben.
Das ist klar.
An dem bleibt man verhangen.
-Danke auf jeden Fall fürdeine Zeit heute. -Sehr gerne.
-Nun zu dir, liebe Karin.

(04:26):
Geboren bist auch du in Wien.
Du hast Rechtswissenschaftenmit Wahlfach Medizinrecht
in Wien studiert.
Seit 1990 bist du bereitsMitarbeiterin bei
der Stadt Wien.
2016 kamst du in denVerwaltungsdienst
im Wiener Gesundheitsverbund,Vorstandsressort Recht
und Compliance.
Und fungiertestdort als Fachreferentin
für Medizinrecht.
Seit 2021 bist du nunLeiterin des Fachbereiches

(04:48):
Aufsicht und Qualitätssicherung.
Und nicht nur deswegen,meine perfekte
Gesprächspartnerin,sondern du bist auch die
Leiterin des ProjektsSchool Nurses.
Zudem bist du auch Lektorinim Aus- und
Fortbildungsbereich fürGesundheits- und Krankenpflege.
-Genau.
-Habe ich irgendwas vergessen?
-Nein, du hast nichts vergessen.

(05:08):
Ich muss nur korrigieren,ich bin in Niederösterreich
geboren, nicht in Wien.
-Oh, verzeih. Okay.
Nun zu unserem eigentlichenThema, der School Nurse.
Wir sind bereits gemeinsameinen langen Weg gegangen.
Umso mehr freut es mich,dass wir heute hier
zusammensitzenund darüber reden dürfen.
Begonnen hat es eben damit,dass der Bedarf
an Gesundheitsdienstleistungengestiegen ist, auch in Schulen.

(05:31):
Und wir haben daherim Jahr 2022 das von der
EU geförderte Pilotprojektder School Nurses begonnen.
Und damit eineVorreiterrolle in Österreich,
auf was wir sehr stolzsind in der Stadt Wien.
Magst du vielleichtzu Beginn erklären?
Wie waren denn dieAnfänge dieses Projekts?
-Ja, wir haben begonnenim Mai 2022 mit vier

(05:52):
School Nurses an sechsSchulstandorten der Stadt Wien.
Dabei waren ein Bildungscampusmit einer Volksschule
und einem Kindergarten,eine Volksschule,
zwei weitere Mittelschulenund ein
sonderpädagogisches Zentrum.
-Und wir werden im Laufedes Podcasts noch mehr über
die School Nursesper se hören. Was mich
zu Beginn einmalinteressieren würde,
was sind denn nun die genauenTätigkeiten einer School Nurse?

(06:15):
-Ja, das Leistungsportfolioder School Nurses
beinhaltet zum einen einmaldas Notfallmanagement und
die Erstversorgung.
Das heißt, wenn sich ein Kindim Turnunterricht
verletzen sollte,eine Wunde hat,
wird diese versorgt oder beiBauchschmerzen,
bei Kopfschmerzen,ein Klassiker,
warum Kinder immer wiederFehlzeiten in den Schulen haben.
Aber weiter auch dieBetreuung von Kindern und
Jugendlichen mit chronischenErkrankungen und oder mit

(06:37):
besonderen Bedürfnissen.
Besonders wichtig undsehr stolz sind wir auch auf
die Gesundheitsprävention,Gesundheitsförderung.
Und Gesundheitskompetenz,die wir in den Schulen
sehr erfolgreich betreiben.
Aber auch Informations- undBeratungsleistungen einerseits
den Schüler*innen,aber auch den Pädagog*innen
und den Erziehungsberechtigtengegenüber.

(06:58):
Dann braucht es auch vielVernetzungsarbeit und
Zusammenarbeit inmultiprofessionellen Teams,
da es ja auch noch andereBerufsgruppen
in den Schulen gibt.
Und wichtig natürlich auchdie Administration und
die Organisation.
-Danke für die ersten Einblicke.
Nun zur wissenschaftlichenBegleitung. Das Pilotprojekt
wurde begleitet vonHans-Peter Hutter von

(07:19):
der MedUni Wien.
Möchtest du etwas über dieHerangehensweise erzählen?
Wie bist du da vorgegangen?
-Zuerst möchte ichmal bedanken, dass ich das
überhaupt machen durfte.
Denn ich kenne natürlichden Begriff des School Nurse
und ich komme auch aus demBereich Community-Nurse.
Das ist für mich ein Begriff.
Und ich bin einAnhänger des öffentlichen
Gesundheitsdienstes oderGesundheitswesen insgesamt,

(07:40):
egal ob man es public casesind oder anders.
Ich finde das einegrandiose Einrichtung.
Und ich denke, es istnoch immer unterschätzt,
was hier geleistet wird.
Und von daher war ich ersteinmal interessiert,
das zu tun. Und zweitens denkeich, ist es ein wichtiger
Schritt in die Zukunft.
Was wir gemacht haben,ist letztlich zu überlegen
drei Dinge. Das Erste,gibt es einen Mehrwert,

(08:04):
wenn man das einführt,für die Schüler*innen,
aber auch für die Lehrer*innen,Pädagog*innen bzw.
für die Eltern,hinsichtlich der Zufriedenheit.
Der zweite Punkt ist,ändert sich etwas
auch hinsichtlichder Schulgesundheit?
Wie funktioniertdas dann nachher?
Und letztlich geht es auchum die Bedeutung

(08:25):
der School Nurse.
Wie hoch ist die Bedeutung fürdas Gesundheitswesen und
letztlich auch fürdas Bildungswesen? Das spielt
ja eigentlich zusammen,obwohl sie natürlich
gesundheitszentriert sind.
Und da haben wiruns überlegt, ein Design,
eine Vorher-Nachher-Befragungletztlich. Das heißt,
wir haben vor derEinführung der School Nurse,

(08:46):
was ich geradegerade erzählt habe,
an diesen Standorten,haben wir Fragebögen,
Fragebogenerhebungdurchgeführt, eben für alle
diese Akteurinnen, Akteure,insbesondere für die Schüler,
ab gewisser Schulstufe,haben das befragt,
haben das einmal sehrwirklich klug, hoffentlich,
denken wir schon, designt,sodass wir auch

(09:07):
diese Zielvariablenda drinnen hatten.
Das haben wir gemachtund danach, nachdem es eine
gewisse Erfahrung gegebenhat, mit den School Nurses,
vor Ort, haben wir sozusagenquasi nochmal gemacht,
eine Posterhebung undhaben geschaut, tut sich da was,
bleibt es gleich,steigt die Unzufriedenheit,
steigt die Zufriedenheit,was auch immer.
Und das haben wir getan.
Und immerhin, und das mussman auch schon mal sagen,

(09:30):
wir hatten über 2000 Fragebögen,die auch tatsächlich
zurückgekommen sind.
Ich habe es da aufgeschrieben,2816 davon 1437 Schüler*innen.
2168 Eltern, Fragebögen undletztlich auch 211
Pädagog*innen,die uns da respondiert haben.
Und das zeigt schon,dass da aufgrund der

(09:52):
Rücklaufquote schonein hohes Interesse war.
-Definitiv, ja.
-Das haben wir gemacht undhaben das auch ausgewertet
und immer wieder eben berichtet,wie so die Situation ist.
-Und eben an allenPilotstandorten.
-An allen Pilotstandorten,das ist über alle
ausgeteilt worden.
Es gab Informationen für dieDirektoren, für
die Direktorinnen. Für alle,die da beteiligt sind,

(10:12):
damit auch ganz klar ist,das ist jetzt keine Schikane
und das ist eine zusätzlicheAufgabe, sondern das
hat einen Wert.
Das bringt etwas füralle Beteiligten.
Das benötigt Überzeugungsarbeit.
-Das kann ich mir vorstellen.
-Damit alle eben verstehen,worum es geht.
Aber ich denke,es hat sich ausgezahlt,
hat sich dann letztlich auchan den Ergebnissen gezeigt.
-Weil ja auch einMehrwert für alle da ist.

(10:35):
Karin, nun wieder zu dir.
Welche Ausbildung braucheich denn nun,
um als School Nursearbeiten zu können?
-School Nurses sinddiplomierte Gesundheits-
und Krankenpflegepersonen mitwomöglich langjähriger
klinischer Berufserfahrung.
Sie haben aber auch bei unsim Gesundheitsdienst der
Stadt Wien, bevor siebegonnen haben,
Modulschulungen absolviert.
Zum Beispiel im Bereichder Erste Hilfe,

(10:56):
des Manchester-Triage-Systems,zum Thema Gewalt-
und Suchtprävention.
Aber ganz wesentlich warauch das Bildungssystem
kennenzulernen der Stadt Wien.
Mit dem sind diewenigsten diplomierten
Gesundheits- undKrankenpflegepersonen vertraut.
Sie haben auchandere Arbeitszeiten.

(11:16):
Es ist ein Montag-bis Freitag-Job.
Es fallen Tag- undNachtdienste weg.
Es ist mehr Regelmäßigkeitim Lebensalltag
für diplomierte Gesundheits-und Krankenpflegepersonen.
Es ist anders stressig,als es im klinischen
Betrieb ist. Man musssich einmal vorstellen,
eine School Nurse kommtin die Schule,
die wird am Weg zu ihremZimmer schon angesprochen mit

(11:37):
den ersten, ich sage einmal,Wehwehchen, die die Kinder,
die Jugendlichen mitbringen.
Sie stehen dann oft schonSchlange vor der Tür, bevor
sie noch aufgesperrt hat.
Da muss sie natürlichpriorisieren können,
wen muss sie gleichdran nehmen, was kann noch ein
bisschen warten.
Sie muss sich halt ihrenAlltag auch selbst
gestalten und dortErfahrungswerte sammeln,
wie sie das dann auchbestmöglich machen kann.

(11:58):
-Also es ist definitivFlexibilität gefragt.
-Ja, auf alle Fälle. Genau.
-Ich habe selbst bei einemder vielen Termine in den
Schulen erlebt,wie eines School Nurse am Gang
begrüßt wird. Wie freudig diebegrüßt wird mit strahlenden
Gesichtern. Und ich glaube,das ist auch ein Aspekt,
den man definitiv nichtvergessen kann,
der im klinischen Betriebvielleicht auch nicht
zum Tragen kommt.
-Auf alle Fälle. Sie erwartensehr viel Wertschätzung,

(12:21):
sehr viel Anerkennung,sogar schon am Weg dahin,
wenn Sie in derStraßenbahn oder im Bus
angetroffen werden,gibt es schon dieses
Hallo School Nurse.
Schön, dass du wieder da bist.
Also es ist wirklichso ein offener Zugang,
ein irrsinnig schöner Zugang,aber jetzt nicht nur von
den Schüler*innen,auch von den Direktor*innen
sowieso und auch vondem Lehrpersonal.
Es ist wirklich nureine positive Situation.

(12:44):
Es gibt wirklichnichts Negatives daran.
Und wie auch StadtratHacker schon erwähnt hat,
ist es ein neues Karrieremodellim Bereich der Pflege.
Pflegepersonen sind oftim klinischen Bereich nicht
mehr glücklich,wie sie tätig sind,
ob es jetzt der Turnusdienstist oder aufgrund
der körperlich dochanstrengenden Tätigkeiten,

(13:04):
verlassen sie sehr oft dasGesundheitssystem und
hier haben sie wirklichnochmal die Möglichkeit,
dass sieim Gesundheitssystem bleiben.
Und da nicht den Rückenzukehren und das
war uns auch besonders wichtig.
-Sie sind auch sichtbardurch das eigene Gewand,
sie haben in den Zimmern dieSchool Nursebären stehen
und ich glaube, das istauch ein wichtiger Aspekt,
sie benoten ja nicht.

(13:24):
-Genau, sie sind so eineniederschwellige Vertrauens-
und Ansprechperson,weil sie eben auch nicht
im Bildungssystem integriertsind und nicht benoten,
wie du sagst, das ist schonein wesentlicher Merkmal.
-Definitiv, ja.
Vielen Dank. Ja.
Wir haben jetzt vorhindie Herangehensweise der
Studie gehört. Ja. Was istdenn nun bei der Studie
herausgekommen, wie ist denn diewissenschaftliche Begleitung

(13:45):
ausgegangen und mich würdeauch interessieren,
was sagt die Studie denn aus,wenn man zum Beispiel schaut,
wo stehen die Schülerin zehn Jahren,
kann man da was sagen?
-Das sind zwei große Fragen,ich hoffe, ich
kann sie beantworten,das ist gar nicht so einfach.
Die zweite Frage,die du nämlich gestellt hast,
ist wirklich nicht einfach,aber ich denke,
ich habe etwas im Betto.
Der erste Punkt ist, dass,wenn wir uns anschauen,
wie die Situation ja vorherwar, haben wir uns

(14:08):
so angeschaut.
Machen sich die Kinderselber, die Pädagog*innen,
aber auch die Eltern Sorgenum die Gesundheit?
Und da war für micheigentlich schon interessant,
dass,wenn man sich das anschaut,
dass die Pädagog*innenzu einem hohen Prozentsatz
doch gesagt haben,und der war eigentlich höher
als der der Eltern,nämlich mit 47, 48 Prozent,

(14:30):
ja, wir machen uns eherSorgen oder wirklich große
Sorgen um dieGesundheit der Kinder.
Bei den Eltern wares ein bisschen weniger,
aber auch nicht viel weniger,da waren es 35 Prozent bei
jenen, die Kinder ohnechronische Erkrankung haben,
und wenn du die Eltern mitchronischer Erkrankung hast,
dann 40 Prozent.
Auch selbst die Kinderhaben eine höhere Antwort,
Ratwege gegeben,dass sie sich Sorgen machen.

(14:52):
Das alleine zeigt ja schon,dass es da einen gewissen
Bedarf gibt, wenn mansich Sorgen macht.
Der zweite Punkt war,und das war auch interessant,
ist, wie zufriedendie eigentlich Menschen,
jetzt alle, die da dabei sind,aktuell mit der
Situation waren, vorher.
Da hat sich eigentlich einehohe Zufriedenheit
schon gegeben.
Also es ist nicht so,dass da alle hingehen und
sind unzufrieden,das muss man auch betonen.

(15:13):
Die interessanten Ergebnisselassen sich einmal
ein bisschen unterteilen,die jeweiligen AkteurInnen.
Und wenn ich bei den Kindernanfange, so waren vorher
auch in den Daten drinnen,dass sie gesagt haben,
na ja, irgendwie haben sie,ich sage jetzt
einmal mit meinen Worten,so ganz gern werden sie
vielleicht nicht hingehen,sie haben eine gewisse Scheu,
was ja verständlich ist.

(15:35):
Und das hat sich danachkomplett gelegt. Also vieles,
was man da im Vorfeldgedacht hat, auch bei den
Eltern, muss ich sagen,wurde einfach ausgeräumt
durch die Praxis.
Bei den Eltern war es so,dass diese Sorgen um die
Gesundheit abgenommen haben,das war eindeutig.
Ein zweiter Punkt war auch,dass sie gesehen haben,

(15:56):
und zwar auch, das sind allesjetzt signifikante Ergebnisse,
dass mehr auf die Gesundheitder Kinder eingegangen wird
seitens erst einmal der Schule.
Die haben das vielleichtnicht ganz so differenziert.
Ein weiterer Punkt war,dass sie auch eine größere
Unterstützung für das Kindauf einmal empfunden haben.
Ist klar, wenn da irgendwas ist,da wirst du nicht
mehr angerufen.
Du musst von deinerArbeit weg, sondern das wird

(16:17):
dort vor Ort erledigt,bei jenen, ich sage es einmal
auch, Bagatellen zwar,aber die von den Pädagogen
nicht gemacht werden können.
Da sagt man nur,bitte hol dir ein Kind ab.
Also es war ein Riesenerfolg.
Und was ich auchwesentlich finde,
die PädagogInnen,und da wissen wir aus diesen
ersten, sagen Treffenmit den Pädagogen,
also mit den Vertretern,den, das Coolen,

(16:38):
also ich sage es einmal,irgendwie war ein
bisschen ein Verhaltenes.
Skeptisch. Würde icheinmal sagen, abtasten,
weil was machendie und so weiter.
Das hat sich enorm gedreht,nämlich, dass es deutlich
mehr auf die Gesundheitgeachtet wird,
dass es eine Erleichterunggibt, dass die Unterstützung
spürbar ist.
Und das haben wir auch gesehen,wenn sie um die Leitung
der Schulen gegangen sind,die dann einmal,

(16:59):
und wir haben ja nicht nurjetzt quantitative
Ergebnisse, sondern auchqualitative, die
gesagt haben, bitte nehmt unsja nicht die
School Nurse wieder weg.
-Ich war Ich habees mitbekommen. Genau.
-Also das ist schoneinmal eine grandiose Sache,
die enorm positive Resonanzeigentlich vom Schulorganismus
an, das kann mangar nicht sagen.
Und das ist einmalein Wesenszug auch

(17:20):
der School Nurse.
Jetzt kann man sagen, na ja,wenn man es einfach auskennt,
ist es erwartbar,aber was weiß man,
wie das sich auch hier tut.
Das ist die eine Frage.
Also ich kann nur sagen,das ist halt ein
tolles Ergebnis.
Üblicherweise, das habeich schon ein Mal gesagt.
Als Umweltmedizinervermittelst du ja eigentlich
immer nur, das ist schlecht,oje, da ist der Klimawandel,
da ist ja die Chemikalie.
Das ist einmal etwas gewesen,um was ich wirklich

(17:42):
freuen kann, irgendwelcheErgebnisse darzustellen.
Muss ich schon sagen,das ist schon toll.
Vor allem, wenn esum Kindergesundheit geht
und du hast es ja erwähnt,ich mache schon lange
so eine Subunit,die sich um Kindergesundheit
kümmert und da finde iches schon ein bisschen
ein missing link,der uns da gelungen ist.
Also nicht uns. Nicht uns,aber jetzt einmal
auch der Stadt Wien,das Italien-Vorreiter-Modell

(18:04):
gestartet hat. Die zweiteFrage, wenn ich
mich daran erinnern kann,wie schaut es in zehn
Jahren aus, das wäre ichnormalerweise nur
ich gefragt, wennes um Klimakrise geht, wie
wird die Situation sein 2050?
Das ist schon mal schwer,aber bei den Kindern würde ich
das einmal so sehen,dass wenn das, was hier

(18:25):
greift, nämlich nicht nurjetzt die klinische Betreuung,
ich sage jetzt einmalHardcore-klinische Betreuung,
die haben etwas vermacht.
Da muss auch dieserpräventive Ansatz, der aus
meiner Sicht ja unglaublichwichtig ist. Dann sehe ich
erst einmal gesündere Kinder,ich sehe Kinder,
die mehr Bewegung machen,weil es gibt dann
enormen Bewegungsmangel,ich sehe Kinder,
wo die Ernährung sichverbessert hoffentlich.

(18:48):
Und ich sehe Kinder,muss ich auch sagen,
wo auch dieses digitale Lebenetwas mal wieder abflaut.
Das sehe ich, weilda steckt Potenzial drin an.
Und natürlich, um das ganzgroße Thema anzureißen,
ich sehe auch durch dieseRadarfunktion des Coolness
und durch dieseVertrauensbasis des Coolness,

(19:12):
dass gewisseMental-Health-Probleme nicht
verschleppt werden.
Und von daher sehe ich schoneine Möglichkeit von vielen,
dass auch die mentaleGesundheit in den
nächsten zehn Jahren sich,ich sage ja mal, das ist kein
von heute auf morgen Thema,sondern dass es da doch
eine gewisse Beruhigunggibt und zumindest nicht mehr
so einen gravierenden Anstieg.

(19:32):
Also das würdeich mir wünschen. Aber, jetzt
kommt das große Auge,es ist nicht nur
eine Frage der Kinder.
Den Eltern soll es besser gehen,muss ich auch sagen,
und die Pädagog*innen.
Ich habe jetzt eineUmfrage gehört,
die sind gar nichtso unzufrieden.
Sie reden mit ihrem Job.
Aber wir möchten auch hier,dass die länger in der Schule
bleiben und sagen, ich haltedas alles nicht mehr aus.

(19:52):
Weil, das muss ich mir kümmern,da sind zwei
Diabetes-Kinder drin.
Da ist wieder einAsthmatiker, Gott,
ich habe gar nicht gewusst,oder da ist Apple im Sitz,
das hat mich alles überfordert.
Das wird rausgenommen.
Das heißt, es ist auch fürunser Bildungssystem,
so sehe ich das,ein unglaublicher Vorteil.
Und von daher sehe ich das einbisschen gesamtheitlich,
dass das eigentlich nur eineWin-Win-Win-Situation
sein kann für dienächsten zehn Jahre.

(20:14):
-Sehr schön, einschöner Ausblick.
Einmal.
-Positiv muss er ja sein.
-Auch, glaube ich,erwähnenswert ist noch der
Einsatz der Rettungsfahrten,der aufgrund der
School Nurse zurückgeht.
-Haben wir auch gesagt,ich meine die Aufzeichnung,
ich habe das nicht im Kopf,aber muss ich halt
schon vorstellen.
Wenn man überfordert ist,da ruft man die Rettung.
Und dann kommt dieRettung und denkt sich,

(20:35):
naja, das hätten wir unsersparen können letztlich,
weil da nur ganzwenige Handgriffe sind.
Aber man kann dasden Pädagogen nicht zumuten.
Es sind Hunderte.
Also, ich glaube,ich habe irgendwo stehen.
Kann ich da noch nachlesen?
Aber es sind unglaublichviele Rettungsfahrten.
Es sind unglaublich viele,wahrscheinlich auch
Entfernungen vom Arbeitsplatzder Eltern nicht
mehr notwendig gewesen.
Was letztlich, abgesehen voneiner verringerten

(20:57):
Leitsituation der Kinder,auch viel Druck weggenommen
hat von Eltern und auch vonder Volkswirtschaft.
Immerhin kostet dasalles eine Kohle.
Man kann das auch vielleichtirgendwann monetarisieren,
wird irgendjemand machen.
Aber das bringtwirklich Geld. Nämlich.
Geld, das man eh kaummehr so gut hat,

(21:19):
als man es mitbekommen hat.
-Und es beruhigt.
Es beruhigt alle.
Meine Tochter selbst istLehrerin in einer Volksschule
und sagt auch immer,ich hätte so gerne
eine School Nurse-Sonja, das ist ja überhaupt
keine Frage. Es ist enorm.
Also auch dieser Druck,dieser Stress.
Oh Gott, wie mache ich das,wenn da wieder sowas ist?
Das ist nicht lustigfür Menschen, die damit
einfach zu wenigErfahrung haben.

(21:40):
Sie sagen keineMediziner*innen, sie sagen,
sie haben das nicht. Genau.
Leider, das muss manauch dazu sagen,
die Daten zeigen einfach,dass es mehr chronische
Kinder gibt. Das steigt an.
Und das sind nicht irgendwelcheBagatellkrankheiten.
Da geht es um Diabetes,da geht es um Epilepsie,
da geht es um Asthma,um Allergie und was wie was.
Also das ist auch teilweise,aus meiner Sicht,

(22:01):
das ist ganz persönlich,ob das jetzt irgendwas
schreckt oder nicht,es ist auch nicht
mehr zumutbar fürdie Pädagoginnen,
dass sie um das alleskümmern können.
Das geht nicht.
Ein letzter Punkt,was ich auch gesehen habe,
ist, dass man vielen Kindern,die eben gar eh schon
chronisch krank sind,auch deutlich mehr
Möglichkeiten gibt,im Schulalltag mit der
sozialen Gruppeder Gasse dabei zu sein.

(22:25):
Denn diabetische Kinder gehennicht dann mit auf
einen Ausflug, wo es vielleichteinen Hypo gibt.
Da ist man lieber vorsichtigals Pädagogin und sagt,
lieber nicht, dannbleibt die zu Hause.
Das heißt, sie haben aucheinen Verlust
an Sozialkontakten und manfühlt sich da auch daneben.
-Ausgegrenzt.
-Stehend oder ausgegrenzt.
Das ist das.
Also unglaublich,wenn wir da reden,

(22:46):
dann können wir eine Stundereden über die Vorteile,
über so kleine Facetten,die eigentlich große,
nicht kleine Facetten,sondern wirklich große Dinge
und große Aspekte für die,das sage ich mal ganz gerne,
für die Gesundheit der Kinder,der Eltern und letztlich auch
für unsere Gesellschaft.
-Genau aus dem Grund warenwir dann ja auch so froh,
als es im Februar25 dann soweit war.

(23:08):
Es gab dann einePressekonferenz mit dem
Stadtrat Hacker,dem damaligen Stadtrat und dem
jetzigen BildungsministerWiederkehr und du,
lieber Hans-Peter,warst auch dabei.
Es wurde dieAusrollung verkündet.
Wir haben uns sehr gefreut.
Der Tag ist gekommen.
Was bedeutet denndiese Ausrollung?
Wie kann man sichdas vorstellen?
Vielleicht möchtestdu beginnen, Karin?
-Ja, sehr gerne.
Die Ausrollung bedeuteteinmal, dass wir

(23:30):
jetzt die Möglichkeit haben,40 School Nurses zusätzlich
aufzunehmen und die kommenin weiteren Schulstandorten
der Stadt Wien zum Einsatz.
Die Schulstandorte sindvon der Bildungsdirektion
festgelegt.
Entscheidend dafür sind einmaldie chronischen Erkrankungen,
Migrationshintergrund,Inklusion. Das sind

(23:52):
einmal so diese Schwerpunkte,nach denen wir
jetzt kategorisiert haben,wo eine School Nurse vorerst
zum Einsatz kommt und das wirdso positiv angenommen.
Also die Schulen sind sehr,sehr happy, wenn sie diese
Nachricht bekommen.
Sie kriegen eine School Nurse.
Natürlich gibt es die Nachfrage,ich brauche auch eine.

(24:12):
Ich möchte auch eine,kann ich natürlich verstehen,
aber wir müssenauch Kriterien vorgehen und
die halten wir auch strikt ein.
-Beziehungsweisedie Bildungsdirektion.
-Gibt diese vor.
-Bildungsdirektion, genau.
Und ich glaube,27 Schulen sind es,
wenn ich mich richtig entsinne.
-Ungefähr,sage ich jetzt einmal.
Es ist sehr individuell.
Wir beginnen ja schrittweiseauszurollen. Man kann
ja nicht 40 Personen aufeinmal aufnehmen und

(24:34):
in Schulstandorte setzen.
Das braucht ja auchein Onboarding-System,
wie ich schon erwähnt habe.
Wir haben jetzt einmalbegonnen mit 10 School Nurse.
Die haben von uns geschultwurden, die haben
die Modulschulungen in zweiWochen durchlaufen und haben
dann eine Reflexion alsAbschluss gehabt, sind jetzt
in den Schulstandorten tätig,können sich hier jetzt einmal
eingewöhnen und dann werdensukzessive die nächsten

(24:57):
School Nurse aufgenommen.
Auch die werden wieder geschult,theoretisch wie auch praktisch.
Und so wird das weitergehen,bis wir unsere 40 School Nurse
erreicht haben.
Und beziehungsweise derAnzahl der Schulstandorte,
muss man da sagen,es kommt natürlich
immer darauf an.
Es kommt wie viele Kinder mitchronischen Erkrankungen
an einem Schulstandort ist,wie die Inklusion

(25:19):
an einem Schulstandort ist.
Demnach ist auch derSchlüssel unterschiedlich.
Braucht es jetzteine School Nurse oder braucht
es vielleicht eineinhalb,also eine und eine
Teilzeitkraft dazu, weiles zum Beispiel all along,
wenn auch Kindermit Tracheostoma, das heißt,
die müssen abgesaugt werden,oder Sondennahrung,
wo eben akute Geschehen sind,wo es wirklich immer wer

(25:40):
da sein muss, damitdiese Tätigkeit auch
gewährleistet wird.
Und da sind wir jetzt ebengerade auch dabei,
das wieder zu evaluieren.
Also das ist momentan einlaufender Prozess,
der ständig evaluiert gehört.
-Und ein bisschendauert verständlicherweise.
-Genau, und es dauert,damit auch die Qualität passt.
-Ja, so soll es ja sein.
Die Schulstandorte,an denen gibt es ja auch

(26:01):
Schulärztinnen undeben auch die School Nurse.
Wie kann man sich da dieZusammenarbeit vorstellen?
-Ja, die Zusammenarbeiterfolgt folgendermaßen.
Die Schulärzt*innen sindnicht täglich.
Die sind vor Ortin den Schulen. Die sind ein
paar Stunden im Monat da,machen hauptsächlich Impfungen,
Reihenuntersuchungen,Untersuchungen für Befreiung

(26:22):
von Schwimmunterricht.
Die School Nurse hingegenist von Montag bis Freitag da,
je nach Modell der Schule,am Vormittag oder
am Nachmittag, je nachdem,ob es eine Ganztagsschule
ist oder nicht.
Also die betreut die Kinder,die Jugendlichen
tatsächlich während dergesamten Schulzeit.
Die Schulstunde eben,wie schon gesagt,
niederschwellig Ansprechperson.

(26:43):
Und macht hierauch Reihenuntersuchungen,
die halt in denKompetenzbereich einer
diplomierten Gesundheits- undKrankenpflegepersonen fallen,
unterstützen bei den Impfungen,beziehungsweise
impfen gemeinsam mitunseren Schulärzt*innen.
Also es war zu Beginn,muss ich sagen,
schon so ein bisscheneine Skepsis von
den Schulärztinnen.
Was passiert da?

(27:03):
Was genau übernimmtjetzt eine School Nurse?
Aber das hat sichirrsinnig schnell gelegt.
Es ist einetolle Zusammenarbeit.
Und ich glaube,jede Schulärztin,
wir haben nur Schulärztinnen,derzeit, wo wir eine
School Nurse haben,ist auch glücklich und hat
auch diesen Mehrwert gesehen,weil auch die Zusammenarbeit
sehr gut funktioniert.
Und jeder seinenAufgabenbereich hat und
so immer ein gutesErgebnis erzielt wird.

(27:25):
-Ich denke, das istein ganz wichtiger Punkt,
nur ganz kurz,dass man nicht denkt,
da ersetzt eineGruppe die andere.
-Ich wollte es sagen. Genau.
Du nimmst mir meine Worte.
-Das ist ganz, ganz wesentlich.
Sondern es hatjeder eine Aufgabe,
die aber letztlich danneinen gewissen Bereich hat,
wo sie sich drüber schneiden.
Und besser kann man sich dasnicht vorstellen.
Und von daher denke ich,dass das Modell

(27:45):
eine große Zukunft hat.
Es kann auch ein Anreiz sein,dass man hier jetzt damit
denkt, ah, da gibtes eine neue Möglichkeit,
Zusammenarbeit.
Und man überlegt sich auch,Schulärztin oder
Schularzt zu werden.
-Ich glaube, du hastes vorhin auch kurz erwähnt,
die multiprofessionelleBetreuung. Magst du vielleicht
auf das noch einbisschen mehr eingehen?

(28:05):
-Ja, es sind ja jetzt nicht,ich sage mal, nur unter
AnführungszeichenSchulärzt*innen, School Nurse
in einer Schule tätig.
Wir haben Gott sei Dank auch,Ja, es Soziale Arbeit und
Schulpsycholog*innen.
Also es ist eine Gruppein sonderpädagogischen
Zentren, zum Beispiel auchLogopädInnen,
ErgotherapeutInnen,PhysiotherapeutInnen.
Und wie gesagt, jeder hatseinen Kompetenzbereich.

(28:28):
Wie der Hans-Peterschon gesagt hat, es gibt manche
Überschneidungen,aber es ergänzt sich toll.
Und so sind unsere Kinderin diesem
multiprofessionellen Teamwirklich bestmöglich betreut.
-Zur Multiprofessionalitätmöchte ich noch
ein bisschen was ergänzen.
Man muss schon hervorheben,dass die MedizinerInnen,
Mediziner, die jetztin Ausbildung sind,
aber auch die,die jetzt im Beruf sind,

(28:48):
letztlich klinisch-kurativausgerichtet sind. Sie wissen
zwar was von Prävention,aber ganz ehrlich,
das ist im Vergleich zu demkurativen und klinischen
Wissen ganz, ganz minimal.
Und zur Gesundheitsförderung,ja, die hören etwas
im Studium, aber das istwirklich nur punktuell.
Also das fehlt letztlichauch dann in der Schul-

(29:12):
und Junggesundheit.
Und da denke ich,bringen gerade die
School Nurses sehr viel mit.
Und das ist ganzdringend notwendig.
-Abschließend vonmir so zusammengefasst,
die schrittweise Ausrollungder School Nurses in den
Pflichtschulen istsomit eine weitere Ergänzung
in der guten Zusammenarbeitmit den SchulärztInnen.
Ich glaube, dasbringt es auf den Punkt.

(29:33):
-Würden wir beidebestätigen, oder?
-Genau, so ist es.
-Digitalisierungwird ja in der Stadt Wien
ganz groß geschrieben,so auch beim Thema School Nurse.
Was möchtestdu dazu sagen, Karin?
-Ja, wir haben ein eigenesDokumentationstool für unsere
School Nurse entwickelt, aufdas wir besonders stolz sind.
Warum? Weil wir hier wirklichsehr einfach dokumentieren

(29:55):
können die Gesundheitsdatender Kinder, die Leistungen,
die an den Kinderngebracht werden.
Das hat zum einen natürlich,dass es nachvollziehbar ist,
es kann auch ausgedruckt werden.
Wenn die Eltern zum Beispieldann noch einen niedergelassenen
Bereich aufsuchen müssen,damit es mitgegeben
werden kann, oder sollte docheinmal ein Rettungseinsatz
notwendig sein.

(30:15):
Auch hier kann die Dokumentationmitgegeben werden. Was aber
auch besonders wichtig ist,dass wir erstmals
einmal Zahlen, Daten,Fakten zum Gesundheitszustand
der Kinder und derJugendlichen haben,
weil wir hier die Kinder undJugendlichen mit chronischen
Erkrankungen einmal erfassen.
Welche chronischenErkrankungen gibt
es tatsächlich?
Welche Verletzungenkommen hauptsächlich vor?

(30:39):
Was ist dann im Anschluss,wenn ein Kind versorgt wird,
kann es wieder zurückkehrenin den Unterricht?
Wie weit können dadurchdie Eltern entlastet werden?
Wie wir auch schongehört haben, weiß ich nicht.
Bei jeder Kleinigkeit,die Kinder, die Jugendlichen
von der Schule abholen müssen.
Das sind halt alles Schritte,die wir hier gut
auswerten können.
Und ich glaube,das hat sich auch
so durch die guten Zahlen,die wir hier

(31:01):
im Projekt hatten, glaube ich,war das schon auch
ein wesentlicherSchritt für die Ausrollung.
-Genau, im Projekt begonnen,jetzt wird es weitergeführt
und auch da sind wir wiederVorreiter, weil ich habe gehört,
auch die Bundesländer habenso ein Interesse an diesem
Dokumentationssystem.
Ich kann. -Das nur von meinerSeite aus,
wissenschaftlicher Seite,unterstützen, denn es ist
eine langjährige Forderung,gerade was die Jugend- und
Kindergesundheit anlangt,dass man eine gute

(31:23):
Datengrundlage benötigt,um dann letztlich zu sehen,
wo sind die Mängel,aber genauer, um dann auch
Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Maßnahmen abzuleiten, diedas dann letztlich verbessern,
aber wenn du da nichtsweißt drüber, dann wirst
du schwer eine wirklichevidenz-based Maßnahme
ableiten können.
Also grandios, wichtig.

(31:44):
-Mein persönliches Fazitzu unserem heutigen Thema.
Zusammengefasstkann man glaube ich sagen,
dass es toll ist,dass es die School Nurse gibt.
Sie sind ein wertvollerBaustein in der
Schulgesundheit und im Systemund sie sind nicht mehr
wegzudenken, sie sindquasi gekommen, um zu bleiben.
Wir sind somitheute am Ende angelangt.
Danke fürs Zuhören, dankefürs Aufklären. Ein großes,

(32:06):
großes Dankeschönan meine Gäste.
Bis zur nächsten Folge,schönen Tag, alles Liebe,
eure Sonja Vicht.
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