Heute gebe ich euch im Begleittext zum Podcast ganz nebenbei einen kleinen Einblick in unsere Onlinezeitung, die viele von euch noch nicht kennen. Darin berichtete ich nämlich von einem Wohnzimmerkonzert, das exakt von derselben Dame präsentiert wurde, mit der ich in diesem Podcast im Gespräch bin: der Schauspielerin Sabine Winterfeldt. Gemeinsam berührten sie und der wunderbare Pianist Stephan Noel Lang unsere friedensbewegten Herzen derart, dass manch einer nicht anders konnte, als feuchte Tränen zu vergießen.
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Im Podcast sprach ich mit Sabine zudem über ihren eigenen, ganz persönlichen Weg zum Menschen mit Mut zum „Nein“ sagen und darüber, wie sie das geteilte und wieder zusammengewachsene Berlin als Kind und Erwachsene erleben durfte. Da sich die Zeiten und die Bilder gleichen – und genau darum geht es ja leider – sprechen wir auch darüber, wie heute mit Oppositionellen in Deutschland umgegangen wird. Je nach Meinung hat man nicht überall die gleichen Berufschancen – schon gar nicht als Schauspieler.
Ein kleiner Ausblick auf das, was ich in unserer Onlinezeitung darüber geschrieben habe, und eine Botschaft an alle, die es bisher noch nicht wussten: „Jaaaa! Wir haben auch eine Onlinezeitung!“ Ich verlinke sie gerne, denn sie ist wunderschön.
Mehr dazu in unserer Onlinezeitung: https://menschlichwirtschaften.de/mwm-onlinezeitung-ausgabe-dezember-2025/
„Emmy lernte ich kennen – neben einigen Friedensaktivisten der ersten beiden Weltkriege – in einer gemütlichen, etwas übervollen Berliner Wohnküche, in der sich auch jene einfanden, die heute im alten Geist des Friedens weiterdenken – weit weg von der offiziellen „Zeitenwende“. Wegen der Gestasifa mache ich hier keine näheren örtlichen Angaben. Gemeinsam mit dem Pianisten, Komponisten und Textdichter Stephan Noel Lang gab die Schauspielerin Sabine Winterfeld ihr Konzert „Selig sind die Friedliebenden“ zum Besten.
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Es wehte dabei ein Hauch Bohème aus den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts durch die Räume. Plötzlich fühlte man sich Menschen wie Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky und Erich Kästner sehr nahe. Sie waren keine interessanten und schillernden Figuren der Vergangenheit mehr – sie saßen zwischen uns, sie gehörten dazu und waren ganz auf Augenhöhe mit uns. Wie gute Freunde. Oft habe ich mir vorgestellt, wie man in einigen Jahrzehnten über uns reden wird. Wessen Namen werden dann noch im Gedächtnis bleiben? Sicher, wenn man heute in der Vergangenheit stöbert, liest man, wer mit wem angebandelt hat und wer zusammen ein Buch schrieb oder sich auf andere Weise geistig befruchtete. Doch all jene, die damals in den Wohnküchen saßen, plauderten, ihre Räume öffneten und etwas zum Buffet beitrugen – all diese Gestalten, Begleiter und stillen Mitwirkenden sind vergessen.
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Doch inzwischen ruhen sie längst im Grab. Was spielt es also für eine Rolle? Sabine sagte, sie habe das Gefühl, diese früheren Weggefährten hätten uns eine Botschaft hinterlassen. Sie sprechen aus der Vergangenheit zu uns – und ich glaube daran. Dabei geht es nicht um die Namen, an die wir uns erinnern, sondern um jeden Einzelnen, der 1913 oder 1933 in diesen Wohnküchen gesessen hat. Jeder von ihnen ist Teil dieser Botschaft. Die Namen und die verbrannten, aber nicht vergessenen Bücher sind uns geblieben, denn den Geist der Freiheit kann man nicht zerstören. Ich durfte zwischen all diesen Mitschöpfern des Friedens sitzen und mit ihnen hoffen, dass wir es diesmal, getragen von unseren seelischen Urahnen, schaffen, den Frieden zu gewinnen.“
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