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March 21, 2025 29 mins

In dieser Folge des Stadt Wien Podcasts spricht Gastgeberin Christine Oberdorfer mit Wiens neuer Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling über aktuelle Herausforderungen im Bildungsbereich: Was kann ein Handyverbot an Schulen bewirken? Wie soll Sprachförderung verbessert werden? Und wo hat Schule die Möglichkeit zur mentalen Gesundheit von Schüler*innen beizutragen?

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Transcript

Episode Transcript

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(00:12):
-Herzlich Willkommen zu einemneuen Stadt Wien Podcast.
Heute zu Gast beiChristine Oberdorfer,
Vizebürgermeisterin undBildungsstadträtin
Bettina Emmerling.
-Wir sprechen überihre Visionen für die Stadt,

(00:33):
Herausforderungenim Bildungsbereich und wie
sie zum Handyverbotin den Schulen steht.
Danke fürs Kommen.
-Sehr, sehr gerne. Danke fürdie Einladung und guten Tag.
-Zuerst malherzlichen Glückwunsch.
Sie sind jetztVizebürgermeisterin in Wien.
Wie fühlt sich das denn an?
Wie hat sich denn Ihr Lebenin den vergangenen
Tagen verändert?
-Rasant verändert,würde ich wirklich sagen.
Es ist wirklichalles sehr schnell gegangen.

(00:54):
Ich bin erst vor einer Wocheangelobt worden und mir kommt
diese eine Woche vor.
Es wäre ein Monat vergangen,weil so viele Termine
anstehen und ein neues Amterfordert natürlich
die volle Aufmerksamkeit.
Und deswegen muss ich michin vieles erst einleben,
eingewöhnen, mitvielem erst zurechtkommen.
Aber ich glaube,ich bin gut dabei.
Und natürlich sind auch dieInterviewanfragen zuhauf da,

(01:15):
die ich aber auchsehr gerne annehme.
Und es macht mir auchFreude und Spaß,
über das zu erzählen,warum ich in die Politik
gegangen bin, wofür ichbrenne und was ich hier auch
wirklich in dieser Stadterreichen und umsetzen will.
-Wollen Sie uns mal erzählen,warum Sie in die
Politik gegangen sind?
Was sind denn Ihre Visionenfür die Stadt,
für eine Großstadt wie Wien?
-Dieser Weg in die Politikwar bei mir ein
relativ langer, bis ich dannwirklich angekommen bin.

(01:38):
Ich habe immer einenGestaltungswillen gespürt,
indem ich einfach sehe,was passt in der Umgebung
nicht, was könnte man ändern,wie könnte man etwas
besser machen.
Ich bin dann durch meinenBeruf bei der österreichischen
Energieagentur,ich war dort Projektleiterin
und wir haben vielewissenschaftliche Studien
gemacht und immerauch der Politik vorgelegt,
also den Ministerien oder denLändern oder eben

(01:59):
Energieversorgern.
Und dieser Gestaltungsdranghat sich da entwickelt,
weil ich gemerkt habe,Politik reagiert oft opportun
und nicht nach den neuestenwissenschaftlichen
Erkenntnissen oder was jetztauch wirklich gebraucht ist.
Und dann war es aberschlussendlich auch
wirklich Matthias Strolz,der mich inspiriert hat,
mit seinem Flügelhebenwirklich anzukommen in der

(02:20):
Politik und mitzumachenund nicht nur sich überlegen,
was wäre, wie könnte man,sondern auch wirklich
dabei zu sein. Und meineKinder waren damals noch sehr
klein und die beste Bildung,die besten Startchancen
fürs Leben, das ist etwas,was mich antreibt,
aber was mich dann auchwirklich bewogen hat,
in die Politik zu kommen.

(02:42):
-Das heißt, Sie kommen einbisschen aus dem
Umweltbereich, wenn ichdas richtig verstanden habe.
Jetzt ist ja Schwerpunktdie Bildung.
Was sind denn da die Visionen?
Wien hat ja geradeim Bildungsbereich große,
große Herausforderungen.
-Ja, meine Vision ist,dass jedes Kind sich nach
seinen Möglichkeitenentfalten kann,
dass es seine Stärkenentdeckt, dass es in einem

(03:04):
Umfeld aufwächst undgefördert wird,
auch in Kindergartenund Schule, dass es auf diesen
Weg kommt, dass auch Elterndas Vertrauen haben in unsere
Bildungseinrichtungen,dass sie sagen können,
jede Schule ums Eck,egal wo wir wohnen,
ich habe das Vertrauen,das ist die beste Schule
für mein Kind.
Weil das erfahren wir oft undwissen von Berichten,

(03:26):
dass Eltern sich viele Gedankennatürlich machen,
wo ist die bessere Schule,wo könnte ich mein Kind
hinschicken, wo hat es diebesten Chancen.
Und diese Verantwortung undFrage ist meine Vision,
den Eltern abzunehmen,weil sie sich sicher sein
können, jede Schule in Wien istdie beste Schule für ihr Kind.
-Wie ging es Ihnenda mit Ihren Kindern?
-Ähnlich, ich habe mirnatürlich auch viele Gedanken

(03:47):
gemacht, aber schlussendlichauch gute Entscheidungen
getroffen. Meine Kinder gehenmittlerweile auch
gerne in die Schule.
-Was sind denn dieHerausforderungen
im Bildungsbereich?
Was unterscheidet denn Wienda jetzt zum Beispiel von
einer ländlicheren Umgebung?
-Wir haben in Wien natürlichgroße Herausforderungen,
das ist aufgrundunserer demographischen
Entwicklung schon gegeben.
Wir sind eine Millionenstadt,die zweitgrößte Stadt

(04:08):
im deutschsprachigen Raum.
Und wenn man es im ländlichenBereich oder mit kleineren
Städten vergleicht,dann ist einmal die Frage der
Dimension eine ganz andere.
Natürlich ist es Zuwanderung,viele Kinder, die hier nicht
deutsch sprechend in unserBildungssystem gelangen.
Und das erfordert vielepolitische Maßnahmen,
um diese Kinder zu integrierenund im Gesamten ein

(04:32):
Schulumfeld zu schaffen,wo alle gefördert werden,
wo alle gestärkt werden,wo alle ihre Talente
entdecken können. Und auch,und das vielleicht noch ein
bisschen zu meiner Visionund zu meinem Ziel,
dass alle Kindergerne in die Schule gehen.
-Welche konkretenPläne haben Sie denn da?
Ihr Vorgänger hat da ja schoneiniges auf den Weg gebracht.

(04:52):
Wo wird es weitergehen undwas sind da neue Ansätze,
die kommen werden?
-Für mich ist ganz wichtig,dass jedes Kind den guten
Schuleintritt schafft, indemes auch gut Deutsch lernt.
Und das ist eineMammutaufgabe, das wissen wir
auch aus aktuellen Zahlen.
Aber das Deutschlernen isteben ist obligatorisch und
ganz wesentlich,um eine gute Bildungslaufbahn

(05:12):
zu starten und auch danachein geglücktes Leben
zu führen und seinenWeg zu machen. Und ich
möchte hier im Kindergarten,wir haben Christoph
Wiederkehr noch mit derMission Deutsch begonnen,
hier einen klaren Fokus daraufzu legen, dass wir
unsere Bemühungenintensivieren müssen.
Und da möchte ichganz klar weitermachen,
indem wir die Sprachförderkräfteausbauen im Kindergarten,

(05:34):
aber auch, indemwir die Lesepaten
und Lesepatinnenin den Kindergarten,
in die Kindergärten schicken.
Das ist ja, wennich es erzählen kann,
ein Erfolgsprojekt auchin der Schule.
Da gibt es über1000 Lesepaten und
Lesepatinnen, die sindFreiwillige aus der Mitte der
Gesellschaft, pensionierteLehrkräfte oder auch eine
Unternehmensberaterin,die sagt, ich würde gerne

(05:56):
etwas an unsereGesellschaft weitergeben.
Es ist mir wichtig, dass hierein Fortschritt passiert.
Ich möchte auch denKindern was geben.
Ich bin gerne mit Kindern unddie kommen an die Schulen und
verbringen hier stundenweise,das können sie sich autonom
mit der Schule ausmachen,stundenweise mit dem Lesen
und somit dem Deutsch-Erwerbfür die Kinder.
Und dieses Modell möchteich auch in die
Kindergärten bringen.

(06:17):
Also quasi eingemeinschaftliches
Gesamtprojekt unsererGesellschaft, wie wir diese
Kinder unterstützen undgut für die Schule vorbereiten.
-Das heißt, da sindauch Freiwillige
gesucht für dieses Projekt?
-Da sind Freiwillige gesucht.
Wir haben auch schon aufgerufen.
Es haben sich auch in denersten Tagen schon
relativ viele gemeldet.
Und natürlich noch nichtzu Ende, aber wir wollen bald
wirklich, in den Kindergärtenstarten mit einem Grundstock,

(06:39):
der hier einigesweiterbringen kann.
-Sie haben ja jetzt in Ihrenersten Tagen als
Bildungsstadträtinschon Schlagzeilen gemacht.
Sie wollen dieHausaufgaben abschaffen.
Was heißt denn das?
-Es liegt natürlich nichtin meiner Hand, die Hausaufgaben
abzuschaffen. Das muss manmal vorwegschicken.
Sondern in der Schulautonomie,beziehungsweise ist es auch
jede Lehrer und jede Lehrerin,die entscheidet, wie sie

(07:02):
ihren Unterricht gestaltet,aber auch darüber hinaus,
Hausaufgaben mitgibt.
Für mich sind Hausaufgabenauf vielen Faktoren ein Thema,
das man vielleicht einbisschen neu betrachten muss.
Sie fördern diesoziale Ungleichheit.
Wir haben Kinder,die zu Hause Unterstützung
bekommen, wo die Elternsehr intensiv die Hausübungen

(07:24):
mitmachen, würdeich fast schon mal sagen,
bis darüber hinaus sogar.
Und Kinder, die hier keinerleiUnterstützung haben,
die vielleicht auchorganisatorisch noch
nicht so aufgestellt sind,dass sie das überhaupt
bewerkstelligen können,dass sie wissen,
sie müssen am nächsten Tagdie Hausübungen abliefern.
Und das ist eineUngleichheit, die aber dann
auch beurteilt wird.
In der Schule bringe ichdie Hausübung,

(07:45):
bringe ich sie nicht?
Ist sie gut gemachtoder eben nicht?
Und das ist aufder einen Seite ein Thema.
Auf der anderenSeite sind die Hausaufgaben,
und da spreche ich wirklichaus eigener Erfahrung,
auch ein bisschenein Familienkiller.
Das ist ein hartes Wort.
Sie kennen das auch.
Ist ein hartes Wort,aber wenn ich mir denke,

(08:06):
wie lange meineKinder in der Schule sind,
also bis 13.40 Uhreine sechste Stunde dauert,
dann gab es abernoch keine Mittagspause,
immer nur 10 Minuten Pause.
Und dann gibt es malHeimkommen, vielleicht gibt
es auch noch einFreizeitprogramm, einen
Fußballverein oder sonstiges,das Zeit erfordert.
Und wenn dann berufstätigeEltern erst am Abend

(08:26):
heimkommen und eigentlichdieser Abend auch
natürlich da ist,um Freizeit zu verbringen
mit seinem Kind, ein gemeinsamesAbendessen zu haben,
sich darüber auszutauschenüber den Tag und dann um halb
zehn noch ein Kind kommtund sagt, ich habe noch eine
Hausübung für morgen,dann ist das, glaube ich,
kein Einzelfall, sondernkommt sehr, sehr oft vor.

(08:46):
Und das führt auchzu Konflikten natürlich
zwischen Eltern und Kindern,die man vermeiden könnte.
Und ein dritter Aspekt istbei den Hausübungen noch
wesentlich, dass geradeKinder in einem höheren
Alter ihre Smartphones undMedien natürlich auch nutzen,
um hier sich Hilfe zu holen.
Bei den Hausübungen würdeich mal sagen, also Chat-GPT

(09:07):
kann das wunderbar lösen.
Und dann stellt sichnatürlich die Frage nach,
was habe ich mir jetztselbst erlernt dadurch,
muss man sowiesoin Zweifel ziehen,
weil das einfachnicht mehr gegeben ist.
Und es geht mirin der Debatte auch gar nicht
darum zu sagen,wir müssen hier runter von
einem Leistungsanspruch,weil ich bin dafür,

(09:27):
dass Kinder dasselbstständige Lernen und
Erarbeiten eines Stoffeswirklich üben und
auch selbstständigeAufgaben machen.
Aber diese alleinigeBeurteilung von Hausaufgaben
und wie das oftin einen Alltag passt,
das finde ich ein Thema.
Vielleicht auch noch einAspekt dazu,

(09:48):
eine Ganztagesschule,die wir in Wien
ja massiv ausbauen,gibt im Prinzip
keine Hausaufgaben mit,weil hier alles
im im schulischenUmfeld erarbeitet wird, auch
von den Kindern selbstständig.
Und ich bin überzeugt davon,dass das der richtige Weg ist.
-Sie haben jetztschon von den Handys
gesprochen und die Hilfe, diedie Kinder sich dabei holen.

(10:10):
Führt mich jetzt zumHandyverbot an den Schulen,
das hat ja auchfür Aufregung gesorgt.
Wie stehen Sie denn da dazu?
-Ich bin sehr froh,dass es hier jetzt diese
Klarheit gibt undeinheitliche Regelungen.
Ich weiß, das Handy istein Konzentrationskiller.
Das weiß auch jedererwachsene Mensch,
das weiß auch ich sehr gut.
Man lässt sich sehr leichtablenken, wenn man

(10:32):
irgendwo mal gefangen ist undsich durchscrollt.
Und gerade bei Kindern undJugendlichen merke ich es,
da gibt es dannirgendwo kein Ende.
Mitgenommen haben sie darausgar nichts, eher
vielmehr noch an Belastung,weil sich das ja auch
zusätzlich beschäftigt.
Aber in der Schule hatein Handy aus meiner Sicht
nichts verloren.
Es haben viele Schulen schonden Schritt gestartet,

(10:52):
mit Handyverboten,aber in Wahrheit waren dann
die Lehrerinnen und Lehrer bzw.
die Schulleitung auch selbstgefordert, hier das
zu kontrollieren und hatzu einer zusätzlichen
Aufgabe eigentlich geführt.
Und mit dieser Klarheit kannman jetzt auch den
Schülerinnen und Schülern undviele befürworten es sogar,
das ist ja ganzlustig in dieser Debatte,
dass man sagt, das Handy wirdam Anfang des Unterrichts

(11:15):
weggelegt, wirklichweggesperrt und zum Ende des
Unterrichts wirdes wieder ausgegeben.
Und das ist auchein ganz wesentlicher Aspekt,
vielleicht fürdie psychische Gesundheit.
Ich habe es vorhinangesprochen, dieses sich
verlieren in diesemmedialen Raum, der nichts Gutes
mit einem macht,der auch schlechte
Gedanken macht zum Teil.
Und diese mentale Gesundheitist gerade für Kinder und

(11:36):
Jugendliche einriesengroßes Thema,
vor allem wenn wiruns anschauen,
was hat die letzte Zeit mitdiesen Kindern gemacht.
Und da fangen wiran natürlich mit Corona,
aber auch Krieg in Europa,durch Russland in der
Ukraine, Zuwanderung.
Das heißt eine sehrkrisenbehaftete Umgebung,
die Verunsicherungnatürlich auslöst.

(11:59):
Und dieses gernein die Schule gehen,
wie ich es vorhinangesprochen habe und dann
auch mit Handy, das spieltfür mich alles zusammen.
Und dem gerne in dieSchule gehen, auch die
psychische Gesundheit derKinder weiterhin zu stärken,
weil ich glaube oder binwirklich überzeugt davon,
dass wir in den nächstenJahren einen Fokus

(12:20):
darauf haben müssen.
-Was kann die Schule da leistenzum Thema mentale Gesundheit?
-Ganz wichtig, dass man hierauch aus der politischen
Verantwortung heraustätig wird, weil Lehrerinnen
und Lehrer haben einensehr herausfordernden Job und
eine ganz, ganzwichtige Aufgabe.
Der ist natürlich aucheinen Stoff zu vermitteln.

(12:41):
Viele sagen, sie sind auchSozialarbeiter und deswegen
gehören sie in dieser Frageauch wirklich unterstützt.
Und das machen wir, indem wirUnterstützungspersonal an die
Schulen holen,Schulsozialarbeit ausbauen,
aber jetzt auch ganz aktuellmit dem Projekt
der School Nursesin die Schulen gehen.
School Nurses ist einGesundheits- und Pflegepersonal,
das wirklich am Schulstandortist und hier neben allen

(13:02):
gesundheitlichen Belangen auchdie mentale Gesundheit,
psychosoziale Problemeoder Krisen, die teilweise
auftreten, mitnehmen.
Eine Person, die dieSchüler*innen am Standort
kennt, weiß, welcheBedürfnisse gerade
herrschen und sie möglichstgut mitnimmt auf diesem Weg.
Dieses Projekt haben wirin den letzten Jahren als

(13:22):
Pilotprojekt gestartetund wird jetzt ausgerollt,
jetzt auf 40 Schulen.
Und ich bin mir ganz sicher,dass dieser Ansatz,
also ich weiß,dass er erfolgsbringend ist,
das hat auch die ersteEvaluierung schon gezeigt,
aber ich bin auch überzeugt,dass das ein ganz
wesentlicher Faktor für dieSchulen in Zukunft sein wird.
-Themen wie mentaleGesundheit, das Handy oder
Deutsch lernen, das sind Themen,die liegen einerseits in der

(13:44):
Verantwortung der Eltern,aber auch in der
Verantwortung der Schulen.
Wie würden Sie dennda die Aufteilung sehen
zwischen Eltern und Schule?
-Wichtig ist, dasses ein gutes Miteinander gibt,
weil in diesemBildungsdreieck Eltern,
Schule und Kindermüssen alle zusammen helfen.
Es geht nicht darum,dass etwas nur bei der Schule

(14:07):
liegt oder auch nurbei den Kindern.
Es braucht jederUnterstützung gleichermaßen.
Wir haben auch ganzdezidiert Projekte gefördert,
die sich diesem Thema widmen,also wie Elternarbeit
an der Schule bessergelingen kann.
Und hier wirklich auch Workshopsangeboten an Schulen.
Und da sind ganz innovativeAnsätze auch entstanden,
wie das gut gelingen kann.

(14:28):
Also für mich wesentlich,es muss im Einklang sein,
es müssen alle an einemStrang ziehen und so kann das
auch gut funktionieren.
Für mich ist wichtig,dass wir die Lehrerinnen und
Lehrer oder die Schule niealleine lassen und sie immer
auch eine weitereStelle haben, wo sie
Unterstützung erfahren können.
Das ist die Bildungsdirektionund das ist schlussendlich
auch meine politischeVerantwortung hier.

(14:48):
Alles für die Unddamit bereitzustellen,
dass den Lehrerinnen undLehrern am Schulstandort hilft.
-Lehrermangel istauch so ein Schlagwort.
Was ist da geplant?
Wie kann man da helfen?
-Das ist leiderein riesengroßes Thema,
dieser Personalmangel.
Auch leider nicht nurim Bildungsbereich.
Wir sehen es auch,wenn wir in den Gesundheits-
und Pflegebereich blicken.

(15:10):
Und das hat sich über dieletzten Jahrzehnte in Wahrheit
schon abgezeichnet.
Und man muss auchsagen, zu spät reagiert.
Jetzt haben wir die vollenAuswirkungen davon zu spüren,
auch mit einergroßen Pensionierungswelle.
Und hier gilt es,alle Maßnahmen zu setzen,
die dem entgegenwirken.
Es wurde ja auf Bundesebeneauch einiges getan.

(15:30):
Wichtig ist, dass wirLehrpersonal oder
Bildungspersonal in Summegegenüber unsere volle
Unterstützung anbieten.
Dass sie auch eine moderne,angenehme Arbeitsumgebung haben.
Das ist auch unsere Aufgabe.
Dass sie sich wertgeschätztfühlen für diesen
wichtigen Beruf.
Und dass wir à la longuenatürlich aus diesem

(15:54):
Personalmangel wiederherauskommen indem wir das
vermitteln und den Lehrerinnenund Lehrern auch klar machen,
wie wichtig sie sind,wie sehr wir sie brauchen.
Und durch verschiedensteUnterstützungsmaßnahmen
ihnen den Job in derSchule erleichtern.
Und dieses den Job in derSchule erleichtern ist
etwas wie ein Handyverbot,ist etwas wie das Projekt des
Wiener Bildungsversprechens.

(16:16):
Wo wir Schulen mit besonderenHerausforderungen
explizit fördern.
Da bekommen Lehrerinnen undLehrer auch ein Coaching.
Da werden sie begleitet, auchin ihren Unterrichtsmethoden,
wie sie zum Beispiel mitkonfliktreichen
Situationen umgehen.
Und das sind alles Maßnahmen,die in ihrer Summe in dieses
Feld hineinwirken sollen.

(16:38):
-Wird es für Sie alsBildungsstadträtin jetzt
leichter, Maßnahmenumzusetzen mit mehr
Rückendeckung oder mehrRückenwind aus dem Bund?
-Ich habe jetzt dengroßen Vorteil,
dass Christoph Wiederkehr dasWiener Bildungssystem gut kennt.
Einen guten Blick hat darauf,was sind die Herausforderungen
in Ballungsräumen. Das hattenwir vorher definitiv nicht.

(16:58):
Hier wurde auch ein bisschenBund gegen Land ausgespielt.
Beziehungsweise war es immerauch sehr konfliktträchtig,
diese Diskussion.
Und indem wir jetzt einzweites verpflichtendes
Kindergartenjahr,also die Bundesregierung
umsetzen will,aber auch ein Chancenindex,
den wir immer gefordert haben.
Das heißt, wir braucheneine andere Finanzierung
und zwar mehr Unterstützungfür die Schulen,

(17:20):
die es besonders brauchen.
Und das haben wir vor allemim Ballungsraum, nicht nur
in Wien, sondern auch in Linz,in Innsbruck zum Beispiel
ganz stark, dass wir hier mehrFinanzierung bekommen.
-Sie haben vorher schon diementale Gesundheit
angesprochen, die Ihnenein besonderes Anliegen ist.
Wie sieht es denn mit derkörperlichen Gesundheit aus?

(17:41):
Immer mehr Menschen,immer mehr Kinder
auch sind übergewichtig.
Sie ernähren sichunregelmäßig, einseitig.
Welchen Beitrag kann dennda die Schule leisten,
um das zu verbessern?
-Ich glaube auch,also Bewegung ist enorm wichtig.
Kinder müssen sich bewegen,Freiräume haben.
Ernährung spielt einegroße, große Rolle.
Und ich habe es vorher schonangesprochen, ein Tag,

(18:01):
der bis 13. 40 Uhr dauert undich habe keine Mittagspause,
dann sagt mir derHausverstand schon,
dass das wahrscheinlichnicht sehr
gesundheitsfördernd ist,wenn ich mir auch die Ruhe
und die Zeit nicht nehmenkann, ein Essen
bewusst zu mir zu nehmen.
Und das ist wirklich eingroßer Faktor. School Nurses
sind ein Aspektin der Geschichte,
die ja auch hier diegesundheitliche Perspektive

(18:23):
von Kindern im Blickhaben sollen, auch
zum Beispiel was Übergewichtbetrifft oder schlechte
Essgewohnheiten.
Und natürlich für michbesonders wesentlich ist,
wir haben ja daskostenfreie Essen in den
ganztägig geführten Schulen.
Und mein Wunsch ist hierin allen schulischen
Einrichtungen,beziehungsweise auch in den
Horten, in Zukunftein kostenfreies Essen,

(18:46):
warmes Essen anzubieten,weil das ein ganz erheblicher
Faktor ist für die Gesundheitund auch dafür, dass man einen
Schultag genießen kann.
Genießen werdenwahrscheinlich einige nur
sagen, na, wie soll das gehen?
Aber schon einenTag erleben kann,
der auch unseren natürlichenBedürfnissen gerecht wird.
Und ich sehe vielerorts,dass wir davon eigentlich weit

(19:09):
weg sind oder manchmal nurein Stück weit weg sind.
Und wir Kindernschon viel zu muten.
-Der Tag wird schon auchlang für die Kinder, ja.
-Wir haben jetztüber einige Themen gesprochen,
die Sie alsBildungsstadträtin jetzt
hauptsächlichbeschäftigen werden.
In der nächsten Zeitkommen wir zu einem Thema,

(19:33):
das Sie alsVizebürgermeisterin auch
beschäftigen wird.
Und Sie kommen ja aus einemBereich, der sich auch mit
der Umwelt und mit demKlima beschäftigt.
Ja. Der Winter war zu warm,zu trocken, zu schneearm.
Tut Wien da genug,um gegenzusteuern?
-Wir haben geradein den letzten viereinhalb

(19:53):
Jahren unsererFortschrittskoalition bzw.
mit Eintritt von uns undab 2020 hier einen starken
Fokus darauf gerichtet,wie gehen wir mit
Klimaschutz per se um, aber auchmit Klimawandelanpassung
in der Stadt. Es wirdtrockener, es wird heißer
und auch das Lebensumfeld fürdie Menschen verändert sich.
Man spürt das vielerorts,wenn Menschen hier keine

(20:15):
entsprechende Kühlung irgendwoin Anspruch nehmen können,
dass es sehr heiß wird,auch in Wohnungen.
Und das ist ein großes Thema,das die Stadt beschäftigen muss.
Im Bereich des Klimaschutzeshaben wir immer gesagt,
wir brauchen ein Klimagesetz,um diese Verbindlichkeit
auch herzustellen.
Wir können uns vieleMaßnahmen vornehmen.
Und da ist in den letztenviereinhalb Jahren auch
wirklich viel passiert,was wir auf den Boden

(20:36):
gebracht haben.
Aber das Klimagesetz istunser verbindlicher Rahmen,
der uns Politiker*innenganz klar sagt, dazu haben wir
uns verpflichtet. Das ist,bis 2040 klimaneutral zu sein.
Und der Klimafahrplan,der dann quasi dahinter liegt,
gibt ein Maßnahmenbündel vor,in welchen Bereichen wir
hier Schritte setzen.
Und da kann ich nur kurzvielleicht erwähnen,

(20:57):
auch an die Initiativenzu Raus aus Gas,
der ganzen Wohnraumoffensiveund -Sanierung. Aber auch der
Radwegeausbau gehört dazu.
Wir haben in diesenfünf Jahren jährlich fünfmal
so viel investiertin den Radwegeausbau.
Wie davor zum Beispiel.
Und das sieht man auch,wenn man jetzt auf die Straßen
schaut und in Wien herumgeht.
Das ist wirklich enorm,was hier errichtet worden ist.

(21:21):
Und eine umweltfreundlicheMobilität hilft natürlich
auch dem Klima. WenigerSchadstoffe in der Stadt,
heißt auch bessere Luft.
Wir sind wieder bei der auchbesseren Gesundheit dadurch.
Und das ist eineWin-Win-Win-Situation,
wenn wir das machen.
Wir bauen aber auchcoole Schulen. Das heißt,
jeder Schulraum oderjeder Schulbau,
der neu errichtet wird,wird nach neuesten

(21:41):
energietechnischenStandards errichtet.
Auch im Gesundheits- undKrankenhausbereich
zum Beispiel. Das beginnt beiden Photovoltaikanlagen,
geht über Erdwärme,Fassadenbegrünungen,
schattige Plätze,der perfekten Ausrichtung
nach der Sonne.
Und das sind alles Faktoren,wie wir, glaube ich,
mit diesem gesamtenKlimafahrplan die
Klimaneutralität bis 2040im guten Blick haben.

(22:02):
Trotzdem eine großeHerausforderung, auch das
auf den Boden zu bringen.
-Wie bewegen Siesich in der Stadt?
Trifft man Sie in der U-Bahn,trifft man Sie am Rad an?
-In der Straßenbahn.
U-Bahn brauche ich gar nicht,weil ich das Glück habe,
nur eine Straßenbahn insRathaus benutzen zu müssen.
Das mache ich im Winterund wenn es mir zu kalt ist.
Aber sobald es irgendwie geht,sitze ich wirklich am Rad und

(22:25):
fahre täglich mit dem Rad insBüro und retour.
Hält auch fit? Hält fit,bringt gute Luft und
man bleibt gesund.
-Die Politik ist ja einhartes Pflaster, glaube ich.
Was tun Sie denn für sich,für Ihre mentale Gesundheit,
zu Ihrer Entspannung?
-Das Radfahren fällt mirals erstes ein,
weil ich es auch wirklichtäglich einbauen kann.

(22:46):
Ich höre auch keine Musikbeim Radfahren,
das machen ja viele.
-Ist auch glaube ich,gefährlich, oder?
-Man kann es schonbewerkstelligen,
indem man es nichtzu laut macht.
Man muss die Umgebung schonim Ohr haben, sage ich mal.
Ich mache das gar nicht,weil ich dann ganz wirklich
bei mir bin und diese25 Minuten eine Richtung
wirklich genieße.
Und sonst natürlich diesetägliche Bewegung.

(23:07):
Frische Luft, spazieren gehen,die Zeit mit meinen Kindern,
aber auch Treffenmit Freunden, wo man mal über
ganz was anderes reden kannund gemeinsam lachen und
wo Politik nicht so eineRolle spielt und man einfach
über Privates plaudert.
Da kann ich mich gutrausnehmen und mal
auch abschalten.

(23:28):
-Wie war das Feedback vonIhrem Umfeld zu Ihrer neuen
Position, von Ihren Kindern,von der Familie,
von den Freunden?
-Ja, große Freude natürlichund viele Glückwünsche
habe ich bekommen. Auch meineKinder waren sehr erfreut.
Die haben es garnicht geglaubt. Wie, was
machst du da jetzt?
Ja, es ist ein schönes Gefühlauch, wenn man
so viel Wertschätzung erfährt.

(23:49):
-Ein Thema, das Wien jetztim März beschäftigt hat,
war die Frauenwoche,Chancengerechtigkeit,
Gewaltschutz.
Altersarmut sind so Themen,die da im Mittelpunkt
standen. Was ist Ihnendenn da als Vizebürgermeisterin
ein besonderes Anliegen?
-Frauenpolitik istimmer ein Querschnittsthema.
Und da gibt es viele Aspekte,auf die man schauen

(24:11):
muss und viele Aspekte,wo man auch hingreifen kann
und Maßnahmen setzen kann.
Wie ich auch meine Rolle einbisschen definiere,
das ist auch zu zeigen,dass man als Frau viel
erreichen kann.
Dass man auch Role Model,gerade in der Politik,
braucht es Sichtbarkeitvon Frauen. Vereinbarkeit
mit Familie und Beruf istimmer wieder ein Thema.

(24:32):
Und ich sehe mich schon auchin der Verantwortung
zu zeigen, mankann das auch schaffen.
Und man kann dasmachen und Frau kann das.
Und deswegen finde ich dasauch besonders wichtig.
Aber sonstnatürlich Gewaltschutz,
angstfreier Raum,gerade beim Weggehen.
Also meine Tochter ist jetztim Teenageralter noch
nicht so, dass sie weggeht,aber es wird bald kommen.

(24:53):
Und natürlich ist hierdie Sicherheit ein
wesentlicher Aspekt.
Wie kann sie sichsicher fühlen in der Stadt?
Beleuchtung ist auchein ganz wichtiges Thema.
Ist der Heimwegbeleuchtet genug?
Wie sehr kann mandarauf vertrauen, dass sie gut
nach Hause kommt?
Oder auch K.
O.-Tropfen in Clubsoder Ausgeh-Lokalen.

(25:15):
Hier gibt es ja einegroße Kampagne der
Frauen-Stadträtin,die ich sehr begrüße,
um den Fokus darauf zu lenken.
Und sicher extremwichtig und wesentlich.
Aber Frauenthemen gehen weiter.
Es beginnt bei derfinanziellen Unabhängigkeit,
ein Pensionssplitting,Karenzzeiten, die noch immer

(25:35):
nicht selbstverständlichauf Mann und Frau
gleichermaßen aufgeteilt sind.
Ich habe das immer gesagt.
Frauen haben natürlich immerauch im Job den Nachteil,
dass auch bei einerEinstellung von jungen Frauen
natürlich gedacht wird,na ja, wo führen die
Karrierewege hin?
Was kann man hier investieren?

(25:56):
Wird sie ausfallen oder nicht?
Und bei dem Mann ist dieserGedanke automatisch weniger
da bei einer Einstellung.
Und ich finde,davon müssen wir weg.
Also es muss normal sein,dass Mann und Frau
gleichermaßen in Karenz gehen,dass das keinen
Unterschied mehr macht.
Und da haben wir echtnoch viel zu tun.
-Wie würden Sie denn IhrenFührungsstil beschreiben?
Sie haben jetzt ja ganz,ganz viele Menschen, mit denen

(26:17):
Sie zusammenarbeiten.
-Ich bin sicher sehr kooperativ.
Also ich höre mirviele Meinungen an,
bevor ich auchEntscheidungen treffe.
Und gebe das auchMitarbeitern und
Mitarbeiterinnen mit,dass ich sie sehr einbeziehe.
Ich bin immerauch sehr freundschaftlich.

(26:38):
Und ich werde auch nie laut.
Würde man, glaube ich,auch nicht erwarten von mir.
Und ja, wichtig ist fürmich einfach, dass Anliegen,
Bedürfnisse von Mitarbeiternganz wichtig sind.
Und man auch Grenzen setzt,was es betrifft,

(26:59):
Freiräume einzuhalten.
Das heißt, wennArbeitsschluss ist,
dann ist das auch so.
Und es ist mir sehr wichtig,hier eine gute Balance
für Mitarbeiter,Mitarbeiterinnen zu finden.
-Welche drei Eigenschaftenwürden Sie denn jetzt nennen,
wenn ich sage,beschreiben Sie sich bitte?
-Ich bin konsensorientiert.

(27:26):
Was meinen politischenWeg betrifft. Dann würde mich
das sicheram besten beschreiben.
Sonst bin ich auchsehr gesellig. Ich liebe es,
unter Menschen zu sein.
Und ehrgeizig,doch auch ein Stück weit.
Ich bin auch fürsorglich,würde ich sagen. Ja,
waren eh schon vier.

(27:46):
-Waren schon vier, das stimmt.
Abschließend, wo sehen Siedenn Wien in 20 Jahren?
Was wäre denn so Ihr Ziel?
Da wollen wir hin,in die Richtung. Sollte sich
unsere Stadt bewegen?
-Also meine Visionfür die Stadt per se, das ist,
dass jeder Mensch hierfrei leben kann.
Nach seinen Vorstellungen,Wünschen und Bedürfnissen.
Dass es hier keineSchranken gibt.

(28:07):
Für Kinder schon nicht.
Indem man ihnenalle Chancen gibt.
Indem die Schule ums Eckimmer die beste Schule ist.
Das wäre meine Vision.
Dass wir tatsächlich,Sie haben gesagt
20 oder 30 Jahre,dann tatsächlich
klimaneutral sind.
Unser Ziel auch zu erreichen.
Und wir, das als Wien-Lebendeauch tatsächlich spüren,
dass diese Stadtauch grüner geworden ist.
Dass wir noch viel mehrProjekte im Bereich

(28:31):
der Entsiegelungdurchgeführt haben. Dass
es schön ist, hier zu leben.
Und dass es ein gutesMiteinander in einer guten
Wertegemeinschaft gibt.
Wo das gegenseitigeZusammenleben einfach
eine große Rolle spielt.
Und jeder aber akzeptiertund toleriert wird,
wie er oder sie ist.

(28:52):
-Eine vielfältige, grüne...
-Immer offene, grüne Stadt.
Mit allen Chancen für Kinder.
Und auch vielleicht nochein Ziel oder eine Vision.
Die kinder- undjugendfreundlichste
Stadt der Welt zu werden.
-Vielen Dank.
Das sind schöne Wünsche für uns.
-Ich freue mich.
Sehr gerne. Danke. Ich.
-Danke Ihnen fürunseren Besuch im Studio.
Danke fürs Kommen.
-Sehr gerne. Danke fürdie Einladung. Dankeschön.

(29:21):
-Zu Gast bei ChristineOberdorfer war
Vizebürgermeisterin undBildungsstadträtin
Bettina Emmerling.
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