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April 1, 2026 30 mins

Wie wichtig ist Jugendarbeit für das Aufwachsen in einer vielfältigen Stadt wie Wien? In dieser Folge spricht Eugen Bergmann mit Expert*innen aus der Praxis über sichere Räume, echte Beziehungen und die Bedeutung von Inklusion. Sie geben Einblicke in den Alltag der Wiener Jugendarbeit – von Jugendzentren über Streetwork bis hin zur digitalen Begleitung. Es geht um Vertrauen, persönliche Entwicklung und darum, wie junge Menschen dabei unterstützt werden, ihren eigenen Weg zu finden.

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(00:12):
-Stellt euch einen Ort vor, an dem jeder jungeMensch wirklich gesehen und ernst genommen wird.
Professionelle Jugendarbeit schenkt Jugendlichenund Kindern einen sicheren Raum, um gemeinsam zu lachen,
zu lernen und über sich hinauszuwachsen.
Zentrales Ziel dabei ist es, durch Inklusion Barrierenabzubauen und allen Jugendlichen eine
Teilhabe zu ermöglichen. Sei es beim Tanzen,beim Mitbestimmen oder einfach

(00:33):
in vertrauensvollen Gesprächen.
Warum sind diese Angebote für die persönliche Entwicklungund das gesellschaftliche Miteinander unverzichtbar.
Darüber spreche ich heute mit Christina.
-Hallo, mein Name ist Christina Pantucek Eisenbacher,ich leite das Referat Jugend der Stadt Wien.
Mit Merivan. -Hallo, mein Name ist Merivan Kar,ich arbeite als pädagogische Bereichsleitung beim

(00:57):
Verein Wiener Jugendzentren.
-Und mit Thomas. Hallo, mein Name ist Thomas Faul,ich bin Leiter von backbone, mobile Jugendarbeit und
Fair Play Team 20. Hallo und herzlich Willkommen zu einemneuen Podcast der Stadt Wien.
Wie ihr sicherlich schon erraten habt,heute sprechen wir über die Wiener Jugendarbeit.
So für die Zuhörer, die mit diesem Thema noch nie etwaszu tun gehabt haben? Was ist denn Jugendarbeit eigentlich?

(01:20):
-Ja, Jugendarbeit begleitet und unterstütztjunge Menschen eigentlich in allen Fragen,
bei allen Themen und manchmal auch Herausforderungen,die sich so im Zuge des Heranwachsens ergeben können.
Und das tut Jugendarbeit einerseitsin Wien in rund 80 Standorten und Einrichtungen,
die wir haben und in denen Jugendliche ihre Freizeitverbringen können. Das tut die Jugendarbeit aber auch auf

(01:45):
ihren mobilen Runden im Rahmen der Streetwork-teams,die wir haben. Und es passiert auch in circa 160 Parks,
in denen regelmäßig die Wiener Parkbetreuungangeboten wird, wo es freizeitpädagogische Angebote gibt
über die Sommermonate.
-Und warum braucht es diese Jugendarbeit eigentlich?
Also jetzt wissen wir das sehrviel passiert offensichtlich, aber warum braucht es das?

(02:05):
-Ich denke, Jugendarbeit ist wichtig,weil Jugendliche ja nicht nur in der Schule lernen,
sondern sie sollten auch außerhalbder Schule ihre Erfahrungen sammeln können,
auch außerhalb der Familie und da bietet Jugendarbeiteinfach einen sicheren Raum, um sich auszuprobieren,
um Neues zu entdecken, Spiele zu spielen,Aktivitäten gemeinsam zu planen und die rund

(02:27):
800 Jugendarbeiterinnen helfen den Jugendlichen auchbei Problemen, sie unterstützen bei Lehrblattsuche,
sie unterstützen bei der Gestaltung vonBewerbungsunterlagen und ich denke,
was Jugendarbeiterinnen besonders auszeichnet, ist,dass sie jederzeit zu den Jugendlichen stehen,
auch wenn es einmal schwierig wird, auch wenn sie einmal,ich sage es jetzt auch unter Anführungszeichen Blödsinn

(02:51):
gemacht haben. So stehen die Jugendarbeiter*innentrotzdem weiterhin an der Seite der Jugendlichen.
Unterstützen sie. -Jetzt haben wir,jetzt habe ich ja heute drei Gäste hier und das seid sie
eigentlich alle von unterschiedlichen Organisationen,kann man sagen, oder? Und trotzdem haben wir uns heute
hier im Studio getroffen, wie seid ihr denn vernetzt?
Seid ihr da strukturiert oder wie läuft dieZusammenarbeit bei euch? -Ja, also wir fördern
ja seitens der Stadt Wien circa 20 Vereine der offenenJugendarbeit, das sind manchmal Vereine, die nur sehr

(03:16):
regional arbeiten, das sind aber auch Vereine,die bis zu 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben.
-Zum Beispiel. -Das zum Beispiel. Einer der größtenAnbieter ist der Verein Wiener Jugendzentren,
ein eher regionales Angebot ist der Verein Backbone,wo eben die Kollegin und der Kollege auch heute hier
sind und wir als MA 13 haben auch die Aufgabe,auch für eine gute Vernetzung

(03:39):
zu sorgen unter den Vereinen, die wir fördern,aber auch mit allen anderen Menschen, die in dieser
Stadt mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben,sei es mit Schule, der Bildungsdirektion,
mit der Polizei, mit der Sucht und Drogenkoordination,mit der MA 11, also Jugendhilfe mit der
MA 17, Diversität, also da ihr, schauen wir,dass wir uns alle gut abstimmen und immer voneinander

(04:00):
Wissen, was Kinder und Jugendliche gerade brauchen.
-Das heißt, eine umfassende Vernetzung auch innerhalbder Stadt, eigentlich genau sogar zum Bund,

also weil du gemeint h (04:09):
Polizei.
-Ja genau, also das ist auch etwas, worüber,also wofür wir national und international immer beneidet
werden, wenn Delegationen zum Beispiel auf Besuch kommen,wenn die sehen, wie viel wir voneinander Wissen,
wie eng wir alle. -Zusammenarbeiten, so, mehr,welche Jugendlichen sind denn eigentlich eure Zielgruppe?

(04:31):
-Ich würde sagen, also, wir als Jugendarbeit sind füralle Jugendlichen da, für alle Jugendlichen,
die in Wien leben und unsere Angebote ebenfreiwillig aufsuchen wollen. Und das heißt,
das ist unabhängig von Herkunft,Geschlecht oder eben sozialem Hintergrund und gleichzeitig
gibt es natürlich schon Muster, also die Stadt ist jung,das heißt vielfältig und eben Urban,

(04:57):
Jugendliche sind sehr mobil, das merken wir ganz stark,dass Jugendliche unterschiedliche Einrichtungen der
Jugendarbeit aufsuchen, aber eine Sache ist uns einfachwichtig wir richten uns nach der Lebenswelt nach den
Bedürfnissen der Jugendlichen und das heißt, wir sind füralle Jugendliche dieser Stadt da und bieten ihnen Raum,

(05:17):
Zeit und Beziehung.
-Wenn wir jetzt über Jugendliche reden,was ist denn da so das Alter eigentlich, sagt man
da von 10 bis 18 oder sind es eher die 12 bis 14-jährigen?
-Bei Jugendlichen, würdeich sagen, startet das so ab 14?
Aber wir sind ja nicht, wir arbeiten ja nicht nurmit Jugendlichen, sondern auch mit Kindern und Teenies,

(05:37):
das heißt, unsere Zielgruppen sind ja rechtbreit gefächert, es gibt Einrichtungen von verschiedenen
Vereinen, die schon mit ganz Jungen arbeiten,also auch bei uns beim Verein Wiener Jugendzentren gibt
es Einrichtungen, die schon mit Kindern ab sechsJahren arbeiten, aber das geht halt dann rauf
bis 25 teilweise. Das heißt, Jugendliche,junge Erwachsene gehören auch zu unseren Zielgruppen.

(06:01):
-Also man kann sagen, ihr habt eigentlich,für jede Altersgruppe, habt ihr auch
maßgeschneiderte Angebote?
-Genau. -Weil die Teenies werden wahrscheinlich etwasanderes brauchen/wollen als die bis 25-jährigen.
-Genau das ist halt diese bedürfnisorientierteJugendarbeit, lebensweltorientierte Jugendarbeit.
Wir richten uns nach dem, was die Jugendlichen brauchenund da muss man natürlich je nach Alter auch Angebote ein

(06:23):
bisschen anpassen und man spricht natürlich auchüber bestimmte Themen, sei es jetzt das Thema Sucht,
Liebe, Sexualität, gehört das ja auch pädagogischanders vorbereitet, weil man natürlich mit einer
13-jährigen anders darüber spricht,als wie mit einer 25-jährigen. Und da können sich unsere
Jugendarbeiter*innen sehr gut darauf einlassen und könnendie Jugendlichen da ganz gut da abholen, wo sie stehen.

(06:51):
-Was sind eure Erfahrungen?
Nach? Die Themen, die Jugendliche,die Jugendlichen von heute am meisten beschäftigen?
-Ich würde sagen, es sind typische Coming-of-age-Themen,also Themen, die mit dem älter werden,
wenn dem erwachsen werden, zusammenhängen,die eigene Individualität, das unabhängig werden von den
Eltern auch die eigenen Lebensentwürfe ernst nehmen,versuchen ein selbstständiger,

(07:17):
selbstbestimmtes Leben zu organisieren und anzugehen,das sind so die großen Themen für die Jugendlichen
und ganz, ganz viele Themen, die damit zu tun haben.
Also ich denke mir, junge Menschen2026 haben eine Fülle von Einflussflüssen.
Das Internet ist extrem wichtiggeworden in den letzten Jahren, Social Media,

(07:42):
Chatgruppen etc. Also Themen, Merivan hat vielschon angesprochen, Themen von Körperlichkeit, Aussehen,
Zugehörigkeit, Freundeskreise ausbilden, sich in seinerUmwelt wohlfühlen berufliche Themen sind immer wichtig,
so schulische Themen das eigene Wohlbefinden, Umgangmit anderen Jugendlichen, mit unterschiedlichen Gruppen

(08:07):
von Jugendlichen, der öffentliche Raum, das Wohnen.
Also wir haben es wirklich mit einer sehr,sehr vielschichtigen Thematik zu tun und versuchen dem,
wie es Merivan auch schon richtig gesagt hat,durch Beziehung, durch Zuwendung und durch,
sozusagen einfach durch die Konzentration auf das Thema,was jetzt wichtig ist, und die Arbeit damit,

(08:32):
den Jugendlichen die richtigen Angebote zu machen undsie ein Stück weit ihres Weges zu begleiten.
-Es klingt ja fast schon nach Lebensberatung.
-Lebensberatung ist sicher ein Teilder offenen Jugendarbeit. Wir versuchen also,
im zwanzigsten Bezirk sind, arbeiten wir auch,wie es Christina schon gut angesprochen hat,
mit verschiedenen Vereinen zusammen,wir machen vor allem sozusagen die mobile Jugendarbeit,

(08:54):
das heißt, wir gehen raus, versuchen die Jugendlichen,dort aufzusuchen,
wo sie ihre Freizeit verbringen, in Parks.
Großen Einkaufszentren, aber auch in Höfen,von Gemeindebauten zum Beispiel.
Sie haben es auch schon angesprochen, das sind Orte,wo wir sie aufsuchen und versuchen sozusagen,

(09:16):
mit ihnen Beziehung zu sein undan den Themen zu arbeiten, die Ihnen wichtig sind.
-Weil du sagst, geht es ja auf die Jugendlichenzu und ihr trefft es eigentlich nur, die Jugendlichen,
wie habt ihr da auch Kontakt mit der Familie?
Spielt Familie da in dem Umfeld eine Rolle?
Oder konzentriert sie euch eigentlich auf die Themender Jugendlichen? Aber da wird manchmal
wahrscheinlich auch eine gewisse Rolle spielen.

(09:37):
-Ich glaube, also, Familie kann immer auch eineRessource sein, es ist aber natürlich situationsabhängig,
wenn Jugendliche das wünschen, dass wir auch Kontakt zurFamilie aufbauen, ist es natürlich kein Thema,
ist es, was wir auch gerne machen, aber prinzipiellarbeiten wir vertraulich mit den Jugendlichen und haben
da uns am Fokus drauf, man muss auch dazu sagen,manchmal ist auch die Familie nicht da bei den

(10:00):
Jugendlichen, mit denen wir zusammenarbeiten,also dass man ganz wichtig auch da zu betonen,
wenn wir über Jugendliche reden, dann gibtes nicht den Jugendlichen und da läuft das dann so,
sondern dass sind Individuen,wo das Leben teilweise ganz unterschiedlich ausschaut,
wir arbeiten mit Jugendlichen, die wohnen im Wg-kontext,Jugendliche, die leben bei ihren Eltern, Jugendliche,

(10:22):
die sind bei den Großeltern groß geworden unddiesen Background zu kennen, ist extrem wichtig,
natürlich, weil wir immer mit der Biografie einesJugendlichen arbeiten und wenn da dann der Wunsch,
da ist, auch die Familie mit einzubeziehen,ist es natürlich etwas, was wir auch machen?
-Wie unterstützt denn die Stadt Wienjetzt bei diesen ganzen vielfältigen Projekten?

(10:46):
Bei diesem eigentlich Riesenangebot.
-Also die Stadt Wien erstellt in erster Linie malGeldmittel zur Verfügung, einerseits die Stadt zentral,
aber auch alle 23 Wiener Gemeindebezirke,alle finanzieren die Wiener Kinder und Jugendarbeit.
Unsere Aufgabe als fördergebende Fachdienststellein der MA 13 ist es einerseits, sozusagen,

(11:06):
die finanziellen Rahmenbedingungen zu administrieren,das heißt, wir prüfen die Förderanträge,
wir prüfen die inhaltlichen Konzepte, wir prüfen dannauch natürlich sehr genau die Abrechnungsunterlagen,
die uns zur Verfügung gestellt werden und gleichzeitighaben wir als Referatjugend auch die Aufgabe,
die Jugendarbeit inhaltlich weiterzuentwickeln,wir machen auch Vorgaben, wie zum Beispiel des

(11:28):
Jugendarbeiterinnen, immer mindestens zu zweitim Dienst sein müssen. Das sind Qualitätsstandards,
die wir vorgeben, auch gibt es Standards in Bezug aufQualifikation der Jugendarbeiterinnen und ähnliches.
Also da schauen wir, dass wir so die Drehscheibe sind.
Wir sind auch Schnittstelle zu anderen Einrichtungen,wenn wir zum Beispiel Wissen, dass Jugendarbeiter*innen
auch Besuche bei Jugendlichen machen, die in Haft sind,also wir machen auch Haftbegleitungen,

(11:55):
dann kümmern auch wir uns darum, dass dieAnstaltsleitungen Bescheid Wissen über die Vereine,
die da möglicherweise im Zuge ihrer Tätigkeit kommen undschauen, dass diese Haftbegleitungen gut Ablaufen können.
Es ist dann unsere Aufgabe, so etwas zu koordinieren.
-Wie hat sich denn die Jugendarbeit beziehungsweise euerArbeitsumfeld in den letzten Jahren verändert?

(12:18):
Weil es hat sich ja mit der Technologie viel getan,also das wird da sicher auch sich widerspiegeln bei euren
Kontakten zu den Jugendlichen.
Was habt ihr da mitbekommen? Weil ich weiß nicht,wie lange bist du schon dabei?
Thomas. -Im Bezirk bin ich jetzt tätig, seit 2012in der Jugendarbeit, seit 2020. Doch, also doch einige
Jahre schon, was Jugendarbeit sehr gut kann,ist, sich sozusagen an die Lebenswelt der

(12:39):
Jugendliche anzupassen. Ja, das heißt,wir haben in den letzten Jahren einfach
großes Schlagwort, das sind zum Beispiel die Covid-Krise,wir haben vielfältige Herausforderungen,
denen auch sozusagen, denen sich auch die Jugendlichenwidmen müssen und die ihre Lebensumstände massiv

(13:00):
beeinflussen und wir versuchensozusagen unser Angebot immer daran anzupassen,
was für die Jugendlichen jetzt im Moment wichtig ist.
Das heißt, wir haben schon im Verein Backbone jetzt einedreißigjährige Erfahrung in der Jugendarbeit und es gibt,
es gibt sicher Dinge, die schon seit längerer Zeitfunktionieren und wir haben sicher stabile Angebote,
die auch in die Jetztzeit passen. Aber wir sind,in steter Auseinandersetzung mit den jungen Leuten?

(13:22):
Wir fragen Sie nach Ihrer Meinung? Wir fragen sie nachihren Bedarfen und Bedürfnissen und versuchen,
die in die Gestaltung unserer Angeboteeinfließen zu lassen. Das heißt,
wir versuchen einfach auch, also Stabilität passt nichtso gut zu Jugend wie Veränderung und dem Versuchen wir,
in unserer Arbeit gerecht zu werden.

(13:43):
-Und wenn wir jetzt über neue Medien reden,die ihr die Jugendlichen nutzen, nutzt ihr die auch
in irgendeiner Form und Weise.
Habt sie so vielleicht mit Jugendlichen,die besonders oft seht, habt ihr da vielleicht
WhatsApp-Gruppen auch? Oder wie schaltet ihr euch da ein?
-Im Grunde nutzen wir alle Kanäle, die auch dieJugendlichen nutzen, in der persönlichen Kommunikation,

(14:05):
aber auch sozusagen im Sinne der Öffentlichkeitsarbeitund auch im Sinne des Aufmerksammachens auf unsere
Angebote, im konkreten Fallvon Backbone nutzen wir vor allem Instagram.
Wir sollten schon längst auf TikTok sein, wahrscheinlich,um sozusagen unsere Kreise da noch zu erweitern,
das sind Dinge, wo wir auch in Prozessen sind,wo wir uns stets dran anpassen.

(14:28):
Aber auch neue Medien wie Snapchat sind extrem wichtigin der Auseinandersetzung mit jungen Leuten und wir
versuchen sozusagen, so wie wir ihre Themenin unsere Arbeit einfließen lassen,
lassen wir auch die Kanäle einfließen,auf denen sie sind und versuchen sozusagen, auf denen
auch wirksam zu sein und mit ihnen im Austausch zu sein.

(14:49):
-Wie kann man sich das jetzt im konkretenFall im Internet vorstellen? Also wie seid
ihr da vertreten?
-Also ich finde es ganz wichtig zu betonen,dass die Lebenswelt Jugendlicher einfach Hybrid ist,
das heißt, online und offline kann man nicht mehr getrenntvoneinander sehen und darum ist es wichtig,
dass wir eben beides im Blick haben und das sogarverschränkt im Blick haben und das sieht so aus,
dass wir einfach mit unseren Einrichtungen auch aufSocial Media Plattformen unterwegs sind und

(15:14):
die gleichen Angebote oder ähnliche Angebote,so wie wir sie in unseren Räumen
analog, also in Präsenz quasi genau, also wir sehen halteinfach den digitalen Raum auch ganz klar als Raum,
der bespielt werden muss und das machen wir,das kann aussehen, das kann so aussehen,

(15:34):
dass wir Content mit Jugendlichen produzieren oderContent alleine für Jugendliche produzieren,
dass wir in Chats mit Jugendlichen uns unterhalten,dass wir einfach ganz klar ein bisschen schauen darauf,
wo sind denn die Jugendlichen unterwegs?
Welche Themen beschäftigen Jugendliche?
Und ich sage immer gern dazu, dass es,für mich ist es einfach so eine Ergänzung.

(15:58):
Ein weiteres Puzzle Stück, womit ich denJugendlichen besser Kennenlernen kann. Das kann sein,
nur um es ein bisschen zu veranschaulichenderJugendlicher hat gerade eine schwere Phase,
weil er ein Elternteil verloren hat,kommt in die Einrichtung. Ich kriege mit,
okay, da ist was, aber er redet nicht wirklich drüber,online kriege ich mit, dass er das sehr wohl kommuniziert,

(16:23):
dass er postet, dass er traurig ist,aber gleichzeitig Kriege ja mit, da antworten Leute drauf,
die sagen, er Freunde von ihm,ich bin da für dich, melde dich.
Wir schaffen das gemeinsam und das ist für mich dann alsJugendarbeiterin einfach eine extrem wichtige Information.
Ich lerne das große Ganze. -Ich kenne noch öffnet undnur weil sich quasi in Präsenz nicht öffnet,

(16:46):
dass sie das im Internet bzw online dochmacht und dann hat man gleich einen anderen Ansatzpunkt
wahrscheinlich und weiß der will sich ja eh öffnen.
-Und nachdem kann ich weiterarbeiten.
Und muss mir dann vielleicht nicht Sorgen machen,dass er mit niemanden darüber redet und merkt,
er hat am Freundeskreis, der hat, der hat halt eineandere Art darüber zu reden und die ist vollkommen okay.

(17:08):
Also auch Social Media als Ressource sehenund weg von dem, das nur negativ zu behaften.
Ich glaube, es ist auch eine sehr gute Möglichkeit fürviele Leute, dort in Kommunikation mit anderen zu treten.
-Und weil du vorher gemeint hast, ergänzend, wie ist dennda so die Gewichtung von jetzt präsenz und online.
Also kann man so sagen, ihr seid zu zwei Drittel,seid ihr, seht ihr die Leute lieber von

(17:32):
Gesicht zu Gesicht, also von Angesicht zu Angesicht,oder ist das jetzt schon, rutscht das
mehr Richtung online Richtung Social Media?
-Na, ich kann auf jeden Fall sagen, dass der Großteilderer, denen wir online begegnen, dass wir die
im echten Leben kennen und das ist eigentlich,finde ein ganz klarer Vorteil von Jugendarbeit in Wien.

(17:54):
Die Leute, mit denen wir ebenauf Social Media kommunizieren,
denen können wir auch immer das Angebot machen, okay,du hast da ein Thema, über das willst du reden,
dann lass uns treffen und das ist einfach,finde ich, ein super Angebot,
was die Jugendlichen auch sehr gerne annehmen.
-Unterschiedliche Altersgruppen, unterschiedlicheKanäle,

(18:17):
unterschiedliches Geschlecht unterscheiden sichBurschen und Mädchen irgendwie voneinander,
also im Umgang, wie auf sie zugeht? Wie sind die einen?
Scheuer, vielleicht schüchterner?
Oder? -Wenn wir mit Jugendlichen arbeiten,dann richten wir uns eben nach ihren Bedürfnissen und eben

(18:38):
nicht nach Geschlechterklischees.
-Also dann stellt ich die Frage,so haben Mädchen andere Bedürfnisse als Burschen?
-Kann man auch nicht so allgemein beantworten, weil oft,also es ist halt schwierig zu sagen oder weil man weiß
ja nicht, ob bestimmte Bedürfnisse daherkommen,weil die Person eine Frau oder Mädchen ist oder ob es auch

(18:59):
mit anderen Sachen zu tun hat, wie zum Beispielder Biografie, wie man sozialisiert worden ist.
Alter spielt auch eine große Rolle. Darum würde ich das,also die Kategorie Geschlecht, gar nicht als das nehmen,
was da ausschlaggebend ist. Was aber ganz wichtig istin der Jugendarbeit. Wir arbeiten mit Settings, das heißt,
mit Settings kann ich ganz, ganz viel bewegen.
Ist ein Bedürfnis, da von einer Zielgruppe oder vonZielgruppen zum Beispiel eine Gruppe Mädchen wünscht sich

(19:23):
einen Safer Space, dann wird der von uns geschaffen undwir geben ihnen diesen Raum, treten dort in Beziehung,
gestalten Angebote und also ermöglichen diesen Raumgemeinsam partizipativ mit den Jugendlichen,

(19:45):
aber wir führen auch wieder zusammen, das heißt,auch Jugendliche oder Kinder,
Teenies können auch davon profitieren,wenn Angebote gemeinsam stattfinden.
Das heißt, dass man dann gemischte Betriebe hat,wo man dann vielleicht, wo die Jugendliche von meinem
Kollegen lernen kann, der ein gutes Vorbild ist.
Ein gutes Rolemodel ist männliches Rolemodel,der auch den Geschirrspüler einräumt.

(20:08):
Dass es manchmal ganz simple Sachen,mit dem wir ganz bewusst auch arbeiten. Wir zeigen Haltung
und das merken die Jugendlichen und Wissen danach,dass sie so immer, ich sage, ich benutze immer
dieses Wort, wir sind so stabile, alternative Erwachsene,wir brechen nicht weg, auch wenn wir mal

(20:31):
eine andere Meinung haben, oder wenn der Jugendliche,so wie die Christina vorhin gesagt hat,
unter Anführungszeichen Blödsinn gebaut hat.
Wir bleiben trotzdem da und sind immer Ansprechpersonen.
-Das heißt, da kristallisiert sich eigentlichschon eine Eigenschaft hervor oder heraus,

(20:52):
die es eigentlich in der Beziehung von euchzu den Jugendlichen geben muss?
Und welche könnte das sein?
-Wir müssen erlernen zu verzeihen,sozusagen den Jugendlichen und ihnen den Raum geben,
sich mal auszuprobieren. Ja, ich denke, viele von unskönnen sich noch gut daran erinnern,
wie sie selbst als junge Leute waren undJugend ist einfach ein Austesten von Grenzen,

(21:12):
ein sich weiterentwickeln,eine Zeit des Ausprobierens und auch
verschiedene Einflüsse auf sich wirken zu lassen.
Und das braucht einfach den Raum,das braucht eine professionelle Haltung und
es braucht auch gewisse Ruhe und auch diesesverzeihen lassen oder das Verzeihen quasi und eine

(21:33):
Großzügigkeit im Umgang mit Ihnen und das, glaube ich,schätzen Sie an unserer professionellen
professionellen Haltung sehr.
-Und viel Vertrauen wahrscheinlich.
-Ja, Vertrauen ist auch wichtig.
-Gibt es irgendwelche Tipps oder was sind so eureErlebnisse mit? Wie Gewinne ich das
Vertrauen der Jugendlichen? Wie geht ihr auf sie zu?

(21:55):
-Für uns ist es wichtig, einfach ein stetigesAngebot zu haben. Das heißt, die Kolleginnen von Backbone
sind sechs Tage in der Woche im Bezirk unterwegs undsind sozusagen im Bezirk, auch haben sie einen
Gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet, das heißt,wir sind für die jungen Leute keine völlig unbekannten
und wir haben auch einen guten Blick auf die Szenen,die sich im Bezirk aufhalten,

(22:16):
auf unterschiedliche Klicken und versuchen,mit denen einfach im Kontakt zu sein.
-Was ist denn das Ziel eurer Arbeit?
Also da steckt ja offensichtlich sehr viel Arbeitdahinter, wenn man jetzt ein Blick in die Zukunft wirft,
worauf arbeitet ihr hin? -Na ja, wir hoffen,dass wir auch in Zukunft, auch wenn wir zum Beispiel die

(22:39):
Budgetsituation in Wien angespannt ist,dass wir trotzdem unsere vielfältigen und sehr guten
Angebote weiter Aufrechterhalten können undweiterhin auch für die Jugendlichen da sein können,
weil wenn man jetzt, man kann es auch ganz flapsig sagen,wer Probleme hat, macht Probleme und da wollen wir die
Jugendlichen schon früh abholen und sie früh begleiten,auch im Sinne von präventiv da sein,

(23:02):
für sie und mit ihnen an einer sozusagen daran arbeiten,dass sie positive Lebensentwürfe für sich entwickeln,
können, sie positive Perspektiven entwickeln könnenund das wollen wir natürlich auch in Zukunft
anbieten können. -Also quasi eine solide Basis mit eurerUnterstützung für die Zukunft. Fürs älter werden.

(23:22):
-Erwachsen werden.
-Wie bist du eigentlich zur Jugendarbeit gekommen?
-Ich bin eigentlich eine Quereinsteigerinunter Anführungszeichen, ich bin eine Sozialarbeiterin,
komme aus der Steiermark, war dortin der Kinder und Jugendanwaltschaft tätig,
bevor ich nach Wien gekommen bin und habe michdann bei der MA 13 beworben, weil ich das Feld der

(23:45):
Jugendarbeit einfach spannend gefunden habe.
-Und du? -Ich habe in Wien soziale Arbeit studiert,bin in Oberösterreich, in Wels aufgewachsen und habe.
-Hört man fast nicht!-Ja, ich kann es gut kaschieren und habe da halt in meiner
Freizeit auch Jugendarbeit eben kennengelernt.

(24:05):
Gelände des alten Schlachthofs in Wels gibt es, nämlichgab es damals zwei Jugendeinrichtungen.
Und mir hat einfach die Arbeit sehr gefallen und dann habeich mich während meinem Studium einfach auf diesen
Bereich eben in meinen Praktikern spezialisiert sozusagenund bin seitdem beim Verein Wiener Jugendzentren.
-Und sehr glücklich. -Genau. -Thomas? Ich bin auchein Quereinsteiger. Ich habe im Sozialbereich begonnen,

(24:33):
in einem Asylheim zu arbeiten,auch mit Kindern und Jugendlichen, war dann in einem
Mutterkindheim im Jugendcoaching sehr lange und habe michsozusagen in meiner beruflichen Karriere immer mehr
sozusagen dem freiwilligen Setting zugewandt und habe daseigentlich spät, aber sehr, sehr schätzen gelernt.
-Jetzt haben wir ja schon ein bisschen,was von deiner Ausbildung gehört, Merivan,

(24:57):
wie schaut es denn aus, wenn man jetzt Jugendarbeiter,Jugendarbeiterin werden möchte?
Welche Ausbildung braucht man dafür?
Wie kann man dann mitwirken?
-Also da gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten,verschiedene Zugänge, einerseits haben wir in der
Jugendarbeit viele Sozialarbeiterinnenund Sozialarbeiter, also Menschen, die FH-SOZIALE Arbeit
absolviert haben, wir haben aber auch Psychologinnen,Psychologen, Pädagogen, Pädagoginnen,

(25:21):
Soziologen, Soziologinnen. Und es ist auchein Spezifikum für Wien wir haben über das Institut für
Freizeitpädagogik des Verein Wienxtra die Möglichkeit,das junge Menschen oder auch ältere Menschen ein
Grundkurs für Jugendarbeit besuchen und das absolvieren,das ist sozusagen die Mindesterfordernis,
um in die Jugendarbeit einzusteigen, zu können und daraufaufbauen, kann man dann auch ein Aufbaulehrgang machen

(25:43):
und weiter weitere fortbildende Lehrgänge,weil das ist uns auch wichtig,
dass sich Jugendarbeiterinnen fortlaufend fortbilden undweiterentwickeln und da haben wir auch mit Institut für
Freizeitpädagogik Gott sei Dank ein sehr gutes,vielfältiges Angebot, das für Jugendarbeiterinnen
immer aktuelle Fortbildungsangebote macht.

(26:05):
Was man grundsätzlich als Haltungmitbringen muss in der Jugendarbeit, ist, denke ich,
das Allerwichtigste ist, neugierig zu bleiben und sichneugierig und sehr offen auf die Zielgruppen hinzubewegen.
Ja, und für die ein offenes Ohr zu habenund einmal zu hören, was ist bei denen so Los?
Was bewegt die? Ohne diese Grunderfordernishilft dann die Beste Ausbildung, nicht Ausbildung nicht,

(26:28):
das ist meine Erfahrung. -Jetzt bist du ja dochschon etwas länger dabei, was macht dich denn stolz?
Also warum bist du sagen dabei? Irgendwas? Muss es dir.
-Besonderes geben? Ja, ich bin jetzt im zwanzigstenMal, in Willen? Tatsächlich im November,
werden es 20 Jahre. Was mich stolz macht,ist der gute Austausch, den wir untereinander haben,
also dass ich mitbekomme, wie Jugendarbeiterinnen sichauch über Vereinsgrenzen hinweg austauschen in all

(26:49):
den Foren, die wir mittlerweile geschaffen haben und dassalle am selben Strang ziehen und alle dasselbe
Ziel haben, nämlich die Kinder und Jugendlichenwirklich möglichst gut aufs Leben vorzubereiten.
-Und das gelingt in den meisten Fällen.
-Es gelingt in vielen Fällen. -In vielen Fällen.
Thomas,was gibt dir die Arbeit zurück?

(27:11):
Was geben dir die Jugendlichen zurück? Eigentlich.
-Ist eine schwierige Frage,das gerade so zum Aufgabengebiet der Jugendlichen zähle.
Uns was zurückzugeben, sondern wir bieten schon einprofessionelle Unterstützung an und das passt auch so.
Ich glaube, warum viele von uns die Arbeiteinfach gerne machen, ist, weil sie einfach diese
Veränderungsprozesse so schätzen,weil wir in dem Arbeitsbereich auch manchmal einfach

(27:36):
Erfolgserlebnisse haben und ichfinde es einfach so ein Beispiel, schön zum Beispiel,
ich kann ein Beispiel nennen, ich habe in der Arbeitmal vergessen, meinen Parkschein zu legen und Lauf raus
zum Auto und wollten Parkschein legen.
War natürlich zu spät, natürlich war das Organ derStadt Wien schon da, um mir einen Strafzettel zu geben,
ich schaue den Kontrolleur an und er statt michan und wir lachen. Weil wir uns einfach aus der

(27:58):
Jugendarbeit kannten und es war einfach ein Wiedersehennach vielen, vielen Jahren und ich finde es einfach
super schön, Jugendliche kennenzulernen und sie dannspäter einfach als Mitarbeiterin in der Stadt Wien
sehen zu können und das ist einfach ein Erfolgserlebnis,was ich gerne teilt und was für mich ein bisschen
zu widerspiegelt, warum ich die Arbeit eigentlich sehr,sehr gerne mag.

(28:22):
Und das war mit Sicherheitder Strafzettel den ich am liebsten einbezahlt habe.
-Und was ist bei dir? Merivan? Was ist denn deineschönste Erinnerung? Oder die Quintessenz?
Warum du das machst? -Weil man einfach was bewegtin der Arbeit und das finde ich irgendwie so schön und was

(28:45):
ich an Jugendlichen besonders schätze,ist einfach ich finde also mich inspirieren Jugendliche,
ich freue mich, egal ob ich mit der U-Bahn vor oderin die Arbeit gehe, darüber, Jugendliche zu sehen,
weil ich einfach inspirierend finde, wie mutig sie sind,wie schön sie ihre Bedürfnisse formulieren können,

(29:07):
alleine die Tatsache, dass Jugendliche siein Gruppen zusammentun oder alleine und sagen heute gehen
ins Jugendzentrum und ich brauche Unterstützung bei einerBewerbung oder ich will dort einfach nur mehr Zeit
verbringen und da machen sie das, finde ich einfach, istextreme Kompetenz, die Jugendliche haben und da kann ich
als Erwachsene Person ganz, ganz viel von ihnen lernen.

(29:34):
-Also denkt niemand ans aufhören, sondern freut sich.
-Eher... Auf keinen Fall. Ich bleibe.
-Das ist schön zu hören. Somit dürfte auchalles gesagt sein. Ich danke euch fürs Kommen,
für das Gespräch und für den Einsatz für unsere Jugend.
Vielen Dank Merivan. -Danke. -Danke Christina.
-Danke für die Einladung.
-Thomas, vielen Dank.

(30:13):
-Zu Gast bei Eugen Bergmann waren Christina Pantucek,Eisenbacher, Merivan Kar und Thomas Faul.
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